Dabei sind die Schwerpunktpfarrstellen keine Funktionspfarrstellen. „Das sind Gemeindepfarrerinnen und -pfarrer, die vor Ort eingesetzt sind“, betont Anders-Hoepgen.
Das Modell der Schwerpunktpfarrstellen ist die Reaktion auf den demografischen Wandel, sinkende Finanzen und den Bedeutungsverlust der Kirche. Bereits 1996 hatte sich die Kreissynode Dortmund-West mit diesen Themen auseinandergesetzt. Und es war klar: „Das wollen wir nicht dem Zufall überlassen.“ Also brachte man 1997 eine Strukturreform auf den Weg. Mit dem Ziel Pfarrstellen abzubauen und gleichzeitig neue Angebote zu schaffen sowie die Zahl der Pfarrerinnen zu erhöhen. Der Kirchenkreis bildete vier Kooperationsbereiche, deren Gemeinden ihre Zusammenarbeit mit kirchenrechtlichen Vereinbarungen regelten. Auch theologische Leitlinien wurden formuliert. Die Kooperationen machten es möglich, die klassisch pastorale Arbeit über Gemeindegrenzen hinaus zu regeln. Und sie schuf die Voraussetzung, in jedem Kooperationsbereich zusätzlich eine Pfarrstelle mit einem thematischen Schwerpunkt einzurichten.
Seit rund fünf Jahren existieren die besonderen Pfarrstellen und gehören längst mit dazu. In seinem diesjährigen Bericht auf der Kreissynode zog Hartmut Anders-Hoepgen Bilanz: „Die Schwerpunktpfarrstellen sind nicht nur wichtige Binde- und Vernetzungsglieder der Kooperationsbereiche und ihrer Gemeinden, sondern sie erreichen – genau wie von Anfang an in unserem Modell beabsichtigt -, viele, viele Menschen, die zum normalen Gemeindeleben keinen oder wenig Zugang haben.“
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