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 Reformprozess der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)
Evangelische Kirche von Westfalen

Gemeindeübergreifend "for konfis"

„Wir hatten Glück“, sagt Pfarrer Frank Großer aus Hattingen. „Unsere gemeindeübergreifende Konfirmandenarbeit war nicht von der Idee Geld zu sparen getragen, sondern durch eine jahrelange punktuelle Kooperation der Gemeinden in Hattingen war der Boden für uns gut bereitet.“

„4K“ heißt die etwas andere Konfirmandenarbeit von fünf Gemeinden im Kirchenkreis Hattingen. 4K, englisch ausgesprochen, steht für „for konfis“ also „für konfis“. „Wir brauchten einen modernen Namen, der die Kids anspricht“, erzählt Großer. 4K erfreut sich großer Beliebtheit und ist ein guter Nährboden für nachwachsende ehrenamtliche Mitarbeiter für die Gemeinden. Längst geht es nicht mehr nur um Konfirmandenarbeit, sondern um Kinder- und Jugendarbeit. Es gibt eine 4K-Kontaktstelle, die viele Aktionen plant und durchführt. Für die Gemeinden, um die Pfarrerinnen und Pfarrer zu entlasten.

Am Anfang von 4K stand 2002 die Gründung der Arbeitsgemeinschaft „Kirche in Hattingen“. Ziel: intensivere Zusammenarbeit der Gemeinden und ein klares Profil. Themen: u.a. Friedhof, Kindergärten, Öffentlichkeitsarbeit, Jugendarbeit und eben auch Konfirmandenarbeit. In einer Projektgruppe, in der sehr schnell die Themen Jugend- und Konfirmandenarbeit zusammengefasst wurden, machten sich eine Pfarrerin, ein Pfarrer, eine Jugendreferentin und ein Jugendreferent dran, genau zu schauen, was gut läuft, was die Gemeinden richtig machen und was man verbessern könnte.

„Nach einem Jahr haben wir schnell rausgefunden, dass die Freizeiten in allen Gemeinden richtig gut laufen, dass sie aber auch Geld und viel organisatorischen Aufwand kosten“, erzählt Großer. Deswegen beschloss man, ein gemeinsames Konfi-Camp abzuhalten. Der Beginn großer Umwälzungen in Hattingen: „Unser Zeitrahmen sieht etwas anders aus als bei der klassischen Konfirmandenarbeit“, sagt Großer: Der Unterricht beginnt nach den Sommerferien in den Gemeinden und in den Herbstferien startet man gemeinsam ins einwöchige Camp. Danach gibt´s wieder Unterricht in den Gemeinden, der aber von zwei Blocktagen für alle Konfis unterbrochen wird. Konfirmiert wird bei 4K nach einem Jahr kurz vor den Sommerferien.

2002 startete das erste Camp in Tönning bei St. Peter Ording. Neben den normalen Freizeitaktivitäten wird jedoch auch gearbeitet. 160 bis 200 Personen richten ihren Blick auf die Bibel und erfahren ihre Inhalte spielerisch. „Es ist legitim spielerisch mit biblischer Geschichte umzugehen“, sagt Pfarrer Frank Großer. Auch spirituelle Erfahrungen kommen im Camp nicht zu kurz: Jeden Abend gibt es einen Tagesabschluss und am letzten Tag einen Gottesdienst in der alten Kirche von Tönning. „Viele Konfis spüren dann das Besondere eines sakralen Raumes“, weiß Großer.

Doch auch vor 4K machen finanzielle Überlegungen keinen Halt, wenn sie auch nicht Grund der Zusammenarbeit sind. Finanziert werden 4K und die dazugehörige Kontaktsstelle, indem die beteiligten Gemeinden ihr Geld für die Kinder- und Jugendarbeit zusammenwerfen und so u. a. qualifiziertes Personal bezahlen können. Großer: „Wir bieten den Gemeinden im Gegenzug eine gute und pädagogische Arbeit, die ihnen auch zu gute kommt. Nicht zuletzt durch die vielen Jugendlichen, die sich auch nach der Konfirmandenzeit in ihren Gemeinden engagieren wollen.“

www.4k-hattingen.net

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Seite geändert am 23.12.08, 15:34

 

 Zitat zum Reformprozess:
Wir machen uns auf den Weg zu den Menschen
Weil Gott auf uns Menschen zugegangen ist, wollen auch wir als seine Kirche auf die Menschen zugehen und ihnen die Wertschätzung weitergeben, die wir von Gott empfangen. Wir bieten Raum für Gespräche, nehmen die Menschen mit ihren Sinn- und Lebensfragen ernst und hören aufmerksam auf das, was sie an Kritik und Erwartung gegenüber der Kirche und dem Glauben bewegt.