Kirche mit Zukunft ist eine Kirche mit Bildung
These:
In der EKvW ist Bildung ein Querschnittsthema, das alle Bereich kirchlicher Arbeit und kirchlichen Lebens berührt. Das evangelische Bildungsverständnis umfasst mehr als Wissen und darf nicht auf den Erwerb von schulischen und beruflichen Abschlüssen reduziert werden. Dazu gehören soziale und kulturelle Kompetenzen, Alltagskompetenzen im Zusammenleben in der Gesellschaft und in der Natur, das Bemühen um Bildungsgerechtigkeit und die Sprachfähigkeit im Glauben.
Kommentar:
Der Bildungsauftrag der Kirche berührt alle Bereiche, in denen Menschen in Entwicklungs- und Veränderungsprozessen eingebunden sind. Schwerpunktmäßig ist dies neben der Erwachsenenbildung natürlich die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Durch die verschiedenen Träger der Bildungseinrichtungen innerhalb der EKvW wird ein breiter und praxisorientierter Bereich abgedeckt, innerhalb dessen Kooperation und Vernetzung weiter entwickelt werden müssen.
Empfehlung:
Kirchliche Bildung braucht ein kooperatives System, Kooperation und Vernetzung sowie die wechselseitige Nutzung von vorhandenen Kompetenzen sind zu stärken und zu vertiefen;
die Kirche mit Zukunft benötigt eine theologisch-religiöse Grundbildung für alle ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter/innen;
die Verständigung über Qualität und Standards und die Qualitätsentwicklung sollte in allen Bereichen voran gebracht werden.
In der EKvW wird regelmäßig (z.B. alle 4 Jahre) ein Bildungsbericht erstellt. Er beschreibt, was wir unter evangelischer Bildung verstehen und hält fest, wo wir in den einzelnen Arbeitsbereichen stehen und worin die gegenwärtigen Herausforderungen gesehen werden. Dies geschieht im Gespräch und auch in Auseinandersetzung mit dem gesellschaftlichen Kontext. Der Bericht enthält auch Richtungsanzeigen für die künftige Arbeit. Er wird der Landessynode vorgelegt und regelmäßig fortgeschrieben. Wir halten es für sinnvoll, dass der Bildungsauftrag der Kirche deutlicher in der Kirchenordnung der EKvW verankert wird.