Evangelische Kirche von Westfalen: Reformprozess Kirche mit Zukunft
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 Reformprozess der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)
Evangelische Kirche von Westfalen

Fröhliche Preisverleihung

Präses Alfred Buß mit dem punkt11-Gottesdienstteam.

Ein T-Shirt für den Präses: Nicht nur die Ehrenamtlichen bekamen am Samstag (18.10.2008) etwas geschenkt – auch Präses Alfred Buß ging nicht mit leeren Händen nach Hause. Die junge Truppe aus Fröndenberg überreichte ihm ein knallrotes „punkt11-T-Shirt“, mit der ausdrücklichen Erlaubnis, es im Landeskirchenamt verleihen zu dürfen.

Die Preisverleihungen zum „Förderpreis Kreatives Ehrenamt in der Evangelischen Kirche von Westfalen“ sind immer eine fröhliche Angelegenheit. Die ausgezeichneten Gruppen lassen sich viel einfallen, um sich möglichst treffend darzustellen. So war es jetzt wieder.

Alle zwei Jahre wird der Preis, der seinen Ursprung im Reformprozess „Kirche mit Zukunft“ hat, verliehen. Zum zweiten Mal. . Neben einer Öllampe als Symbol des Lichtes, das die Ehrenamtlichen in der Welt sind, gibt es für jedes Projekt einen Scheck über 1000 Euro und eine Urkunde. In diesem Jahr ging die Auszeichnung an: Die öffentliche Kinder- und Jugendbücherei Lucy und Willi in Bottrop-Fuhlenbrock, das Evangelische Forum in Münster und das punkt11-Gottesdienstteam aus Fröndenberg.

Lucy, Willi, die Preisträger und der Präses.

Letzteres stellte sich und seine Aktivitäten gleich schon im Gottesdienst vor, der natürlich um Punkt  11 Uhr begann. Die Band „Heaven´s eleven“ übernahm die musikalische Gestaltung, in dem die Gruppe auch ein Anspiel zum Thema „Ein Christ muss…“ zeigte. Und was muss so ein Christ? Stark sein, bibelfest und musikalisch, viel tragen und immer zuhören können und immer Ja sagen. Immer mehr bekam die lebendige Puppe im Altarraum symbolisch aufgebürdet, bis sie alles von sich schmiss und sagte: „Ich will einfach nur echt sein.“

Solche Anspiele sind fester Bestandteil der Gottesdienste, die das punkt11-Team alle zwei Wochen in der Fröndenberger Stiftskirche feiert. Und die Kirche ist voll. Das Publikum: Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene. Neben aller Modernität gibt es auch feste liturgische Komponenten wie beispielsweise die Predigt und den Kanon zum Schluss. Und so wurde das punkt11-Gottesdienstteam für seine beispielhafte und anregende Verkündigungsarbeit ausgezeichnet.

Nach dem Gottesdienst ging es im Gemeindehaus weiter. Die Preisträger bekamen die Gelegenheit, sich und ihre Arbeit noch einmal genauer vorzustellen. Die öffentliche Kinder- und Jugendbücherei „Lucy und Willi“ tat das, „was wir am besten können. Lesen.“ Von einem Beamer unterstützt lasen die Ehrenamtlichen mit verteilten Rollen aus dem Bilderbuch „Ich bin für mich. Der Wahlkampf der Tiere“. Kaum einer im Gemeindesaal konnte sich dem Zauber dieser Vorlesestunde entziehen. Kein Wunder, dass die Kinder in Fuhlenbrock so gerne lesen. Das Team von rund 15 Ehrenamtlichen wurde für sein religionspädagogisches, jugendpolitisches und kulturelles Engagement ausgezeichnet.

Die Gruppe aus Münster war die kleinste, aber nicht minder wichtig.

Der dritte Preisträger ist das Evangelische Forum Münster, dessen Gründer Professor Günter Böhm vom Preis noch erfahren hat, jedoch vor der Verleihung gestorben ist. Seine Frau nahm den Preis zusammen mit einigen Ehrenamtlichen entgegen. Das Evangelische Forum schafft es mit zwischen 35 und 40 Veranstaltungen im Jahr eine große Öffentlichkeit für die evangelische Kirche im vorwiegend katholischen Münster zu schaffen.

Dabei ist es durchaus ökumenisch orientiert. Die Veranstaltungen, seien es Exkursionen, Vorträge oder Stadt- und Adventspredigten, stehen für hohe Qualität und sind in Münster sehr beliebt. 122 Mitglieder hat der Verein. Das Evangelische Forum wurde für seine beispielhafte ehrenamtliche Arbeit im Bereich der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit und für die Etablierung einer Dialogkultur zwischen Kirche, Universität, Kultur und Politik ausgezeichnet.

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Seite geändert am 23.12.08, 15:34

 

 Zitat zum Reformprozess:
Wir machen Menschen Mut zum Glauben.
Weil wir das Handeln Gottes als heilsam für unser Leben erfahren, wollen wir das Evangelium mit allen Menschen teilen. Darum erzählen wir immer wieder von Gottes befreiender Liebe, ermutigen zum Vertrauen auf Christus und bieten Gemeinschaft in seiner Kirche an. Glaube entsteht, wo Menschen dem Evangelium Vertrauen schenken.