Bearbeitet wurde das große Thema der Gemeinde- und Kirchenkreiskonzeptionen. Als Containerschiff habe der Reformbeirat den landessynodalen Impuls zur Entwicklung dieser Konzeptionen betrachtet, so Doris Damke. Etliche andere Ergebnisse des Reformprozesses könnten dort mitfahren, wie das Kirchenbild, die Überlegungen zur Mitgliederorientierung, die Grundsätze für Führung und Leitung oder die Förderung und Entwicklung des Ehrenamtes in den Gemeinden.
Doris Damke berichtete von der Umfrage zum Thema Konzeptionen und wagte aufgrund der ermittelten Daten einen Blick in der Zukunft: „Wenn man die Zahlen hochrechnet, werden in zwei Jahren weit über 80 Prozent aller Gemeinden eine Konzeption erstellt haben. Das finde ich ist ein Erfolg.“ Die Gemeinden verstünden die Konzeption nicht mehr als lästige Hausaufgabe, sondern als Chance, sich nicht mehr nur vom Rotstift treiben zu lassen, sondern das Heft des Handelns an inhaltlichen Leitlinien orientiert anzupacken.
Damke erinnerte im Verlauf ihrer Rede an den Hammer Reformtag 2007, an dem es gelungen sei, die Ergebnisse und Fragen des westfälischen Reformprozesses „Kirche mit Zukunft“ mit den Impulsen von „Kirche der Freiheit“ der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zu verschränken. Die Ergebnisse von Hamm seien teilweise mit Hilfe der Gemeindekonzeptionen zu verfolgen, andere seinen Aufgaben der Kirchenkreise und müssten sich in deren Konzeptionen niederschlagen. Wieder andere Fragen gehörten auf die Ebene der Ämter und Werke und auch die Kirchenleitung habe zu den Fragen aus Hamm Beschlüsse gefasst, Empfehlungen gegeben und weiterführende Aufträge erteilt.
Unter dem Stichwort „Lassen“ nannte die Vorsitzende des Reformbeirates neben anderen die regelmäßigen Planungsgespräche, die nicht kirchenrechtlich verankert wurden. „Wir hielten es in diesem Fall für überflüssig und sahen den Aufwand als nicht gerechtfertigt an. Vieles von den Methoden und Zielen der Planungsgespräche ist in einer – gut erarbeiteten – Gemeindekonzeption verwirklicht.
Präses Alfred Buß dankte allen Beteiligten, die sich seit 1997 für den Reformprozess engagiert haben und forderte die Synodalen auf, den Abschlussbericht nicht nur abzuheften, sondern in die Gemeinden und Kirchenkreise zu tragen und zu schauen, was jetzt zu tun sei.
Pressemitteilung
Mündlicher Abschlussbericht
Schriftlicher Abschlussbericht