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http://www.reformprozess.de/313.0.html

Wo steht der Reformprozess in den Gestaltungsräumen? Wo haben sich Kooperationen gebildet, wo wurde fusioniert? Welche positiven Erfahrungen gibt es? Wo besteht Hilfebedarf? Schon zum zweiten Mal fragen Prozesslenkungs-Ausschuss und Projektbüro in den elf Gestaltungsräumen der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) nach.
Mittels Fragebogen sollen so die aktuellen Erfahrungen und Entwicklungen vor Ort erforscht werden. Die Antworten sollen u.a. im Synoden-Bericht des Vorsitzenden des Prozesslenkungs-Ausschusses, Superintendent Peter Burkowski, verarbeitet werden.
Bereits im vergangenen Jahr wurde in den Gestaltungsräumen nachgefragt. Die Antworten von damals sind Grundlage für die neue Umfrage. Und so liegt der Schwerpunkt der zweiten Fragebogenaktion vor allem auch auf den Veränderungen, die sich im Laufe eines Jahres ergeben haben.
Befragung Nummer eins - durchgeführt im Sommer und Herbst 2003 - machte deutlich, dass bereits in allen elf Gestaltungsräumen Kooperationen vereinbart worden waren. In vielfältigen Bereichen: Haushalt und Finanzen, Bau und Liegenschaften, Jugendarbeit, Mission und Ökumene, Stadtkirchenarbeit oder auch im Rahmen der Diakonie wie z.B. bei Ehe-, Familien- und Beratungsstellen.
Mehr als die Hälfte (sechs von elf) der Gestaltungsräume nutzte bereits 2003 rechtliche Rahmenbedingungen wie Satzungen und kirchenrechtliche Vereinbarungen für ihre Kooperationen.
<typohead type="3">Schwerpunkt Bildung</typohead>
Ein starker Schwerpunkt der Zusammenarbeit liegt im kreiskirchlichen Bildungsbereich. Das geht von gemeinsamen Stellen in der Schularbeit und in Tagungshäusern bis zu zahlreichen Projekten in Erwachsenenbildung und Gemeindepädagogik.
Weitere Schwerpunkte beziehen sich auf synodale Dienste wie Öffentlichkeitsarbeit, Kinder- und Jugendarbeit, die gemeinsame Fachberatung für Kindertagesstätten sowie Telefon-, Gehörlosen und Notfallseelsorge. Ein weiterer Teil der Kooperationen bezieht sich auf die Zusammenarbeit mit landeskirchlichen Institutionen.

Im Verwaltungsbereich erfolgt die Zusammenarbeit entweder in Form von Zusammenschlüssen oder themenbezogen. In zwei Gestaltungsräumen waren 2003 entweder umfangreiche Prüfaufträge für mögliche Kooperationen im Verwaltungsbereich oder eine Fusion geplant. In einem Fall war die Einrichtung eines ständigen Ausschusses zur Pfarrstellenplanung vorgesehen.
In der Diakonie gab es von der Zahl der Nennungen deutlich weniger Kooperationen als in den anderen Bereichen. Die Befragung zeigte auch ganz deutlich: Viele der Fusions- und Kooperationsaktivitäten in der Diakonie erfolgen weitgehend unabhängig von den Gestaltungsraum-Grenzen.
<typohead type="3">Weitere Zusammenarbeit geplant</typohead>
80 Prozent der Gestaltungsräume dachten 2003 über weitere Kooperationen nach, wenn auch ohne Zeitplan. Mögliche Bereiche der Zusammenarbeit waren Verwaltung, Internetportale, Kinder- und Jugendarbeit, Erwachsenenbildung, die Zusammenführung von diakonischen Diensten unter einem Dach und der Umgang mit großen Gebäudebeständen.
Und wo soll das Ganze hingehen? Fast die Hälfte der Gestaltungsräume hat hierfür klare Ziele definiert. Das reicht von Annährung des nachbarschaftlichen Miteinanders über Verdeutlichung eines äquivalenten Gegenübers zu den römisch-katholischen Bistümern bis hin zu einer Kooperation im Sinne der Ziele von "Kirche mit Zukunft": Menschen gewinnen, Mitgliedschaft stärken, Glauben vermitteln und Verantwortung übernehmen.
<typohead type="3">Umsetzungsprobleme</typohead>
Dabei haben die Befragten aber auch durchaus Umsetzungsprobleme benannt: Die Kooperation durch die enorme Fläche der Kirchenkreise sei schwierig und die Beteiligung bei den Mitgliederversammlungen niedrig.
Die eigenen Kooperationserfahrungen wurden von den Befragten überwiegend als übertragbar auf andere Kirchenkreise eingeschätzt. Voraussetzungen dafür sei u.a. aber eine hohe Kompetenz der Verantwortlichen als Multiplikatoren, Vertrauen und Anknüpfung an die Geschichte.
<typohead type="3">Unterstützungs- und Vernetzungsbedarf</typohead>
Fazit der Befragung 2003: Es tut sich was in den Gestaltungsräumen. Doch es gibt weiterhin einen hohen Unterstützungs- und Vernetzungsbedarf. Nicht zuletzt deswegen wurde die Fragebogenaktion in diesem Jahr erneut durchgeführt.
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© 2003-2008 Evangelische Kirche von Westfalen.
Alle Texte, falls nicht anders angegeben: Gesine Lübbers
Seite geändert am 23.12.08, 15:34