
![]()
![]()
http://www.reformprozess.de/447.0.html

Überall in der EKvW schließen sich Gemeinden zusammen. Beispielsweise in Dortmund: Dort haben bereits vier Fusionen oder genauer Vereinigungen stattgefunden. Eine der größten erst Anfang des Jahres: Aus fünf Gemeinden im Dortmunder Westen ist die Elias-Gemeinde geworden. Die Gemeinde stellte sich selbst in einem bewegenden und hoffnungsvollen Vereinigungsgottesdienst unter das Wort, das der Engel im Alten Testament zum Propheten Elia sagt: „Elia! Steh auf und iss. Denn du hast einen weiten Weg vor dir.“
Gemeinden vor, inmitten oder nach einem Vereinigungsprozess haben in der Tat einen weiten Weg vor sich. Um ihn gehen zu können bedarf es einer guten Vorbereitung und eines offenen Umgangs miteinander.
Das war in der Dortmunder Elias-Gemeinde so und ist so auch in mehreren Gemeinden im Dortmunder Süden: Die Gemeinden Brünninghausen, Löttringhausen und Kirchhörde denken laut über eine solche Vereinigung nach, während es in Eichlinghofen, Hombruch und Barop zunächst um die Kooperation geht.
In allen Gemeinden stehen aber so genannte Synergie-Effekte im Mittelpunkt, die bei einer engen Zusammenarbeit entstehen. „Uns und unseren Nachbargemeinden geht es gut“, sagt Pfarrer Michael Nitzke aus Kirchhörde. Der Rückgang der Gemeindeglieder – von etwas mehr als 10.000 Anfang der 90er Jahre bis auf knapp 8700 jetzt – hält sich in Grenzen. Die Haushalte sind ausgeglichen und Rücklagen sind auch vorhanden.
Trotzdem merken die Gemeinden die schrumpfenden Kirchensteuereinnahmen. Deswegen denken sie schon jetzt über eine Vereinigung nach. Und sie kooperieren bereits: Ein abgestimmtes Gottesdienstprogramm und eine Zusammenarbeit bei der Kirchenmusik und im Kindergartenbereich sind auf den Weg gebracht. „Gemeinsam geht vieles einfach besser“, ist Pfarrer Michael Westerhoff aus Löttringhausen überzeugt.
Und auch in den Gemeinden Eichlinghofen, Hombruch und Barop ist man an Zusammenarbeit gewöhnt: Im Bereich der Jugendarbeit kooperieren die Gemeinden bereits seit sechs Jahren. Doch jetzt will man noch näher zusammenrücken. Denn hier drückt der finanzielle Schuh wesentlich schlimmer, als in Kirchhörde und Co. Und so geht man vor allem auch bei der Gebäudenutzung schmerzhafte Wege. Das Gemeindeleben wird sich in Barop konzentrieren, während andere Gemeindehäuser geschlossen und einer alternativen Verwendung zugeführt werden.
Aber bei allen Einsparungszwängen und effektiveren Nutzungen von Gebäuden etc. werden in allen Vereinigungsprozessen auch die betroffenen Gemeindeglieder gehört. Um eine Fusion gelingen zu lassen, muss sie nämlich mitgetragen werden. Und so finden landauf- landab im Dortmunder Süden Gemeindeversammlungen statt, um die Menschen auf dem neuesten Stand zu halten. Nur so geht´s.
![]()
© 2003-2008 Evangelische Kirche von Westfalen.
Alle Texte, falls nicht anders angegeben: Gesine Lübbers
Seite geändert am 23.12.08, 15:34