Evangelische Kirche von Westfalen: Reformprozess Kirche mit Zukunft
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 Reformprozess der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)
Evangelische Kirche von Westfalen

Umfrage ist eine gute Hilfe

„Jede Gemeinde in der Evangelischen Kirche von Westfalen soll eine Gemeindekonzeption erstellen“ – so lautete der Beschluss der Landessynode 2005. Wie steht es mit den Konzeptionen fast drei Jahre nach diesem Beschluss? Um dies herauszufinden, gab es von Ende Februar bis Ende April eine Umfrage in den Gemeinden zum Stand der Dinge in Kooperation von Gemeindeberatung, Landeskirchenamt und dem Servicetelefon der EKvW. 539 Gemeinden konnten befragt werden. Von diesen befinden sich 215 im Prozess der Erstellung, 118 Gemeinden wollen demnächst beginnen und 123 waren bereits fertig. Die überwiegende Mehrzahl der letzten Gruppe sagte, die Beschäftigung mit der Gemeindekonzeption hätte ihnen geholfen und neue Perspektiven eröffnet.
Jetzt liegt die Gesamtauswertung dieser Aktion vor. Pfarrer Christhard Ebert vom Projektmanagement „Kirche mit Zukunft“ gibt in einem Interview Tipps zum Gebrauch der Auswertung.

Herr Ebert, was ist eigentlich die Gesamtauswertung?

Sie besteht aus vier Teilen. Der erste Teil wurde von Pfarrer Andreas Laqueur vom Servicetelefon der EKvW geschrieben und gibt eine kurze Übersicht über die Ergebnisse, vor allem ist er aber eine Darstellung der Fragestellungen und Methoden. Wir standen nämlich vor der Entscheidung, ob wir diese Umfrage schriftlich oder telefonisch machen. Im Rheinland hat es eine ähnliche Aktion gegeben, bei der Briefe verschickt wurden. Der Rücklauf war gering. Deswegen haben wir uns für das Servicetelefon entschieden.

Und die anderen Teile?

Der zweite Teil beinhaltet die Grundauswertung und zeigt die ausführlichen Ergebnisse für jede Antwort. Sie sind umfangreicher als im ersten Teil dargestellt – mit Frage und Antwort als Tabelle und Grafik. Der dritte Teil beinhaltet eine Einzelauswertung  zu bestimmten Fragestellungen. Dort sind verschiedene Fragen und ihre Antworten verknüpft. Den vierten Teil bilden die Schlussbemerkungen. Sie geben zusammen mit Kapitel eins einen schnellen Überblick über Thema und Ergebnisse.

Was hat es mit den verknüpften Fragen auf sich?

Indem man die Fragen miteinander in Zusammenhang stellt, ergibt sich für bestimmte Themen ein umfassendes Bild. Zum Beispiel haben die Gemeinden, die ein Jahr oder weniger für ihre Konzeption gebraucht haben, eher mit einer kleinen Projektgruppe und meist wenig Gemeindebeteiligung gearbeitet. Gemeinden, die noch im Prozess stecken, setzten dagegen auf größere Projektgruppen, eine höhere Kommunikation auf allen Ebenen und sie nehmen auch öfter Hilfe von außen an.

Warum sollten sich die Menschen die Auswertung der Befragung anschauen?

Zum einen, weil sie gefragt wurden und natürlich über die Ergebnisse informiert werden sollen. Zum anderen, weil die Ergebnisse - zumindest für diejenigen, die noch an ihrer Konzeption schreiben – eine gute Hilfe sind. Es wird klar, dass die Gemeindekonzeption – wenn sie ordentlich erarbeitet wurde -  ein Instrument ist, mit dem Gemeinde zielorientiert und planvoll ihre Zukunft gestalten kann. Ob das dann in der Umsetzung auch so ist, können wir allerdings jetzt noch nicht beantworten. Das müsste man in ein paar Jahren prüfen. Dennoch kann man aus der Gesamtauswertung viele hilfreiche Antworten herauslesen.

Was haben Sie mit der Umfrage zu tun?

Ich unterstütze den Reformbeirat bei seiner Arbeit und bin deswegen auch seit 2005 mit dem Thema Gemeindekonzeption befasst, begleite diesen Prozess. Es war klar, dass wir relativ zügig an eine Evaluation gehen wollten. Die Fragen haben Pfarrer Laqueur, Kerstin Neddermeier und Hans-Joachim Güttler von der Gemeindeberatung und ich entwickelt und gemeinsam auch die Auswertung erstellt.

Die Gesamtauswertung zum Download

Lesen Sie auch den allgemeinen Text zur Gesamtausertung

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Seite geändert am 23.12.08, 15:34

 

 Zitat zum Reformprozess:
Wir fördern die weltweite Ökumene mit anderen Kirchen.
Weil alle Christinnen und Christen durch den Glauben verbunden sind, fördern wir die Einheit der Kirchen. Wir pflegen ökumenische Beziehungen zu anderen Kirchen und Konfessionen vor Ort und in aller Welt. Gemeinsam mit ihnen gehen wir offen und einladend auf Menschen anderer Länder, Kulturen und Religionen zu und engagieren uns mit ihnen für das Zusammenleben aller Menschen in Gerechtigkeit und Frieden.