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Gastfreundschaft – unter diesem Motto steht die Kirchenkreiskonzeption des Kirchenkreises Unna. „In vielen biblischen Geschichten ist von der Gastfreundschaft die Rede. Unser Fokus richtet sich besonders auf die Emmaus-Geschichte, in der die Jünger Jesus zunächst nicht erkennen – bis er das Brot bricht“, erzählt die Beauftragte für Kirchenreform, Pfarrerin Gudrun Mawick.
In der Geschichte gehe es auch um den Umgang mit Unbekanntem. „Gerade im Unbekannten kann man durchaus Gott begegnen“, so Pfarrerin Mawick.
Im rund zweijährigen Erstellungsprozess der Kirchenkreiskonzeption kristallisierte sich das Thema Gastfreundschaft ziemlich schnell heraus und wurde von Synode und Gemeinden gern aufgenommen. Letztlich auch inspiriert durch die Gastfreundschaftsbewegung in den Niederlanden, will der Kirchenkreis sich in allen seinen Aktivitäten dem Blick von außen stellen. „In den Niederlanden geriet die volkskirchliche Situation bereits vor ca. 30 Jahren ins Schwanken. Man hat mit einer radikalen Öffnung reagiert“, erklärt Gudrun Mawick.
Die Unnaer Kirchenkreiskonzeption will den Gemeinden Mut machen, sich zu öffnen und ungewöhnliche Kooperationen einzugehen. Und auch innerkirchlich ermutigt die Konzeption zum Austausch zwischen Regionen und Gemeinden.
Als ganz konkrete Hilfe für die Gemeinden ist eine „Checkliste Gastfreundschaft“ entstanden.
Unter der Leitfrage „Was nehmen Menschen wahr, wenn sie zum ersten Mal mit dem Gemeinden und Arbeitsbereichen in Kontakt kommen“, sollen die Verantwortlichen ermutigt werden, sich ihrer Gemeinde oder ihrem Arbeitsbereich mit dem „Blick von Fremden“ zu nähern. Da geht es um so konkrete Fragen wie: Hat unsere Kirche eine Adresse? Ist eine Hausnummer daran sichtbar? Wie ist der erste Eindruck, wenn ich die Kirche/das Gemeindehaus betrete? u. v .m. „Die Gemeinden können sich die einzelnen Bereiche vornehmen und vielleicht gibt es noch ganz andere Baustellen bei ihnen. Die Checkliste soll eine Anregung sein“, so Gudrun Mawick.
Ende April feierte der Kirchenkreis seine neue Konzeption mit einem großen Fest für die Ehren- und Hauptamtlichen. Dort wurde auch das eigens komponierte Lied von Dietrich Schneider „Einladend - gastfreundlich – inspirierend“ vorgestellt. Sogar ein besonderes Bild zum Thema gibt es: Es zeigt Jesus und die zwei Jünger in Emmaus. Gemalt hat es eine Künstlerin aus Iserlohn und es ist quasi das visuelle Erkennungszeichen für das Konzept – und die Gastfreundschaft.
Die Konzeption – ursprünglich als Gesamtpapier auch für die vier Fachbereiche gedacht – ist nun zunächst allgemein – ohne die spezielle Berücksichtigung der Fachbereiche – erschienen. Die Konzeption dafür wird der kommenden Sommersynode vorgelegt. „Die Konzeption ist jetzt ein dünnes Heft mit einem Anhang für die Fachbereiche. Und wir wollen das Heft noch zu einem Flyer so eindampfen, mit dem wird uns als Kirchenkreis Unna darstellen können“, erzählt Gudrun Mawick.
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Alle Texte, falls nicht anders angegeben: Gesine Lübbers
Seite geändert am 23.12.08, 15:34