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Sie ist von vielen Gemeinden in der Evangelischen Kirche von Westfalen dringend erwartet worden, jetzt ist sie da: Die Arbeitshilfe „Gemeinde auf gutem Grund“. Sie dient zur Erstellung einer Kirchenkreis- oder Gemeindekonzeption. In diesen Tagen wird die Arbeitshilfe verschickt.
Die EKvW steht vor Übergängen. Das betrifft alle Gemeinden und Kirchenkreise, Einrichtungen und Werke. Niemand kann sich den Veränderungen entziehen. Alle müssen sich ihnen in ihrer jeweiligen Situation stellen. Sie können sich jedoch entscheiden, ob sie diese Prozesse passiv über sich ergehen lassen oder sie aktiv gestalten.
Viele in der EKvW halten Letzteres für den besseren Weg. Das hat auch die Landessynode 2005 so gesehen und entschieden, dass alle Gemeinden und Kirchenkreise eine Konzeption entwickeln sollen.
„Gemeinde- und Kirchenkreis-Konzeptionen sind keine weitere Bürde in der Zeit zunehmender Belastungen, sondern im Gegenteil eine gute Möglichkeit, diese zu tragen, aus Lähmung herauszufinden, sich auf die eigenen Stärken zu besinnen und den Übergang so zu gestalten, dass Zukunft nicht verbaut, sondern erschlossen wird“, betont Präses Alfred Buß im Vorwort zu der Arbeitshilfe „Gemeinde auf gutem Grund“.
Die Gemeindekonzeption beschreibt, auf welche Weise die Gemeinde ihren biblischen Auftrag und ihre Dienste als Teil der Kirche Jesu Christi wahrnehmen will. Sie schaut auch auf den Ist-Zustand vor Ort. Mit den Visionen und Daten als Grundlage gestaltet die Gemeinde dann in einem Prozess ihre Aufgaben und stellt ihre Arbeit und ihr kirchliches Leben auf einen guten Grund.
„Die Gemeindekonzeption bietet Gemeinden die Chance zu klären ‚Was wollen wir?` und jedem einzelnen ,Bin ich hier richtig?`. Je klarer das Profil einer Gemeinde, desto sicherer kann die Leitung dann ihre Entscheidungen fällen“, sagt z.B. Presbyterin Wiebke Groenewold, deren Kirchengemeinde in Lüdinghausen bereits an einer Gemeindekonzeption arbeitet. Wie auch die Evangelische Kirchengemeinde Leeden. „Die Konzeption soll mehr Möglichkeiten zur Begegnung schaffen, damit wir einander besser kennen lernen und im guten Sinne Schwestern und Brüder im Glauben werden können“, sagt dort Presbyter Detlef Adams.
Eine Konzeption ist allerdings kein Allheilmittel. Es gibt Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit: Sie garantiert keine gute Zukunft. Und auch die Einwände gegen sie wie „Schaffen wir das überhaupt?“ müssen ernst genommen werden. „Eine Konzeption soll und kann auch kein Allheilmittel sein. Sie ersetzt nicht das Vertrauen darauf, dass Christus selbst seine Kirche am Leben hält. Sie nimmt dem Heiligen Geist keine Arbeit weg“, sagt Präses Buß. Aber sie sei ein ausgezeichnetes Werkzeug, um in Bewegung zu kommen und im Vertrauen auf Gottes Gegenwart und mit planendem Handeln einer guten kirchlichen Zukunft nicht im Weg zu stehen.
Die neue Arbeitshilfe wird ergänzt durch eine Fülle von Material, das hier im Netz bereit steht. Präses Alfred Buß ermutigt: „Gehen Sie gemeinsam los! Holen Sie sich Hilfe! Die Gemeindeberatung im Amt für missionarische Dienste bietet an, Menschen in der Gestaltung von Veränderungsprozessen zu schulen, die Ihnen vor Ort als Multiplikatorinnen und Moderatoren zur Verfügung stehen. Lassen Sie uns voneinander wissen! Niemand ist allein beim Übergang. Nutzen Sie als Gemeinde oder Kirchenkreis bitte den Rückmeldebogen am Ende der Arbeitshilfe.“
Hier können Sie die Arbeitshilfe als pdf-Dokument herunterladen
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© 2003-2008 Evangelische Kirche von Westfalen.
Alle Texte, falls nicht anders angegeben: Gesine Lübbers
Seite geändert am 23.12.08, 15:34