1,7 Millionen Euro hat das neue Gemeindezentrum gekostet. „Das Gebäude ist solide finanziert“, so Pfarrer Uwe Riese vom Bezirk Mitte. Bereits frühzeitig habe man sich in der Gemeinde Gronau auf die Verhältnisse eingestellt. Dass die fetten Jahre irgendwann vorbei sein mussten, war allen Beteiligten ziemlich früh klar. Also bildete man Rücklagen. Und auch die Einnahmen aus den Verkäufen der anderen Gebäude fließen ins neue Haus. Besonders Glück hatte man mit dem Grundstück, das man günstig von der Stadt kaufen konnte.
Das neue Gemeindezentrum liegt mitten in Gronau, direkt neben der evangelischen Stadtkirche. „Wir haben uns mit dem Zentrum kleiner gesetzt und trotzdem haben wir durch diesen Standort eine größere Präsenz in der Stadt“, erzählt Uwe Riese. Der Unterhalt ist preiswerter, denn das Gebäude entspricht den neusten Standards.
Bei Planung und Bau war die Gemeinde beteiligt. Der Architekt musste sich zunächst anhören, was die Menschen von ihrem Gebäude erwarten – und dann umsetzen. Bei der Möblierung des Hauses hatten die Gemeindeglieder ebenfalls ein Wörtchen mitzureden. Beispielsweise gab es einen Stuhl-Probesitzen-Termin, an dem teilnehmen konnte, wer wollte. Ein Teil des Inventars aus den geschlossenen Gebäuden findet sich im neuen Haus wieder.
Jetzt gilt es das Haus mit Leben zu füllen und das Gemeindeleben auf die neue Situation abzustimmen. Dazu werden die Pfarrer beispielsweise mit den Stadtwerken Kontakt aufnehmen, in der Hoffnung, dass die Fahrtzeiten der öffentlichen Verkehrsmittel an die Gottesdienstzeiten angepasst werden. Sonst wird man wohl über einen Fahrdienst nachdenken.
Eines ist jedenfalls klar: Pfarrerin und Pfarrer sowie die Gemeinde wollen den Aufbruch gestalten und nicht resignieren. Mit dem neuen Haus haben sie sich eine Heimat geschaffen.