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AG 2

Was macht Gemeinde zur Gemeinde?

These:

Um der Weitergabe des Glaubens und der Menschen willen werden in der EKvW die Parochie weiterentwickelt und ergänzende Gemeindeformen in den Blick genommen.

Kommentar:

In Westfalen vollzieht sich eine Flexibilisierung bzw. Ausdifferenzierung alternativer bzw. parochieergänzender Gemeindeformen, z. B. in Jugendkirchen, Citykirchen oder Richtungsgemeinden. Aber es besteht die Notwendigkeit, sich intensiv auf allen kirchlichen Ebenen damit zu befassen. Wir wünschen uns in unserer Kirche mehr Mut und Entschlossenheit, neue Formen gemeindlichen Lebens auszuprobieren, damit mehr Menschen die Chance haben, das Evangelium zu hören und evangelische Glaubenspraxis kennen zu lernen.

Empfehlung:

Auch wenn die Zugehörigkeit zur Gemeinde am Wohnort (Parochie) weiterhin den Normalfall darstellen wird, sollte die EKvW Kirchenmitgliedern ebenso in anderen Gemeindeformen Beheimatung ermöglichen und dafür die rechtlichen Rahmenbedingungen bis hin zur personellen und finanziellen Förderung schaffen bzw. sicherzustellen. Dazu bedarf es noch einer sorgfältigen theologischen und juristischen Klärung des Gemeindebegriffs.

Weiteres Material:

„Plädoyer für eine Vielfalt von Gemeindeformen“ (Impulsreferat - pdf)

von: Pfarrer Klaus-Jürgen Diehl, Pfarrer Christoph Meyer