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Die Diakonie ist Teil der Gemeinde und viele Ehrenamtliche sind diakonisch tätig. Das will die Evangelische Gemeinde Holzwickede und Opherdicke ins Bewusstsein ihrer Gemeindeglieder und der Öffentlichkeit rücken. Dazu begann am Sonntag Invokavit (10.02.2008) ein Jahr der Diakonie in der Gemeinde - eine unmittelbare Folge der Aktion „Kirche fragt nach“.
„Wir wollen drei Dinge erreichen: Unser bereits bestehendes diakonisches Angebot bekannter machen, das Ehrenamt stärken und die Diakonie Ruhr-Hellweg im Bewusstsein der Gemeindeglieder als unsere Diakonie verankern“, beschreibt Pfarrer Christian Bald die Ziele des Jahres voller Gottesdienste, Aktionstage, Vorträge und Konzerte.
Im Zukunftspapier „Kirche der Freiheit“ der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) lautet ein Leuchtfeuer „Alle diakonischen Einrichtungen und Dienste kooperieren im Jahr 2030 mit einer Kirchengemeinde oder einem Kirchenbezirk.“ „Wir wollten nicht bis 2030 warten und verstehen uns jetzt schon vernetzt. Kirche und Diakonie gehören zusammen im Bewusstsein aller evangelischen Gemeindeglieder“, sagt Christian Bald. Presbyter Willi Cramer: „Provokativ könnte man sagen, was hilft uns die geistliche Erbauung in Richtung unseres Gottes, ohne die Rückstrahlung zu den Menschen und in unser Leben.“
Das Jahr der Diakonie unter dem Motto „Mitten im Leben“ richtet sich konkret an die Menschen vor Ort – z. B. die vielen Ehrenamtlichen, die schon jetzt ihren diakonischen Dienst in der Gemeinde tun. So trafen sich beim Tag des Besuchsdienstes Mitte Februar alle im Besuchdienst Tätigen zu einem gemütlichen Erfahrungsaustausch. „Viele kannten sich gar nicht untereinander“, erzählt Pfarrer Bald. Ein solcher Tag diente also auch dem Kennenlernen und, wie die Gemeinde es will, der Stärkung und Wertschätzung des Ehrenamtes. Solche Begegnungstage wird es einige im Jahr der Diakonie geben. Bgegnungen in der Gemeinde und Begegnungen nach außen.
Für August ist ein Wochenende „Diakonie auf dem Markt“ geplant, an dem die Gemeinde und andere diakonische Anbieter sich an Ständen und mit Diskussionen auf dem Marktplatz präsentieren. „Das ist sowas wie Diakonie zum Schlendern“, bringt Pfarrerin Claudia Brühl das Konzept auf den Punkt.
uch die Altenpflegeschule der Diakonie – die einem aufgegebenem Gemeindehaus der fusionierten Gemeinde Holzwickede/Opherdicke zu neuem Leben verhilft – beschreitet neue Wege in die Öffentlichkeit: Sie geht ins Gymnasium, um mit Schülerinnen und Schülern über Diakonie zu diskutieren.
Außerdem wird das Foyer der Sparkasse wird zu Beginn der Sommersammlung zum Präsentationsraum für eine Ausstellung „60 Jahre gemeinsame Sammlung von Diakonie und Caritas“. Und nicht zuletzt ist der Kontakt zu den Sponsoren, die das Jahr der Diakonie unterstützen, Öffentlichkeitsarbeit im besten Sinne. „Für uns ist es eine Premiere, dass wir Sponsoren mit ins Boot geholt haben“, sagt Christian Bald, „aber wir haben gute Erfahrungen gemacht.“
Das Jahr der Diakonie in der Gemeinde Holzwickede und Opherdicke ist so bunt und vielfältig wie die Diakonie selbst. Und es bietet für jeden etwas. Diskussionsabende z. B. zur Sterbebegleitung, Kennenlern-Nachmittage für Ehrenamtliche und jede Menge Musik – natürlich auch für einen guten Zweck. Eben „Mitten im Leben“, so wie der Slogan auf dem blauen Plakat vor der Kirche am Markt, das schon von Weitem vom Jahr der Diakonie kündet.
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Alle Texte, falls nicht anders angegeben: Gesine Lübbers
Seite geändert am 23.12.08, 15:34