Evangelische Kirche von Westfalen: Reformprozess Kirche mit Zukunft
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 Reformprozess der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)
Evangelische Kirche von Westfalen

Auch Besuchen will gelernt sein...

„Die Gemeinden machen sich viele Gedanken, wie sie das Projekt für ihre Bedürfnisse passgenau machen können“, freut sich Zeipelt, dass diese Grundidee von Kirche fragt nach so gut ankommt.

Denn natürlich gibt es Vorgaben für die Teams und auch der Fragebogen ist ja festgelegt. Die Ausgestaltung jedoch bleibt den Menschen vor Ort überlassen. Schließlich wissen die am besten, was nötig ist und was ankommt. Und so geben die Gemeinden der Aktion ihr eigenes Gesicht. Die einen feiern Aussendungsgottesdienste für die Besuchsteams, andere initiieren eine Predigtreihe zu den Themenpostkarten, wieder andere stellen Mitarbeiterausweise für die Teams aus. Ob Größe der Besuchsteams oder Umgang mit dem Fragebogen – erlaubt ist, was gebraucht wird.

Auch dank dieser Flexibilität kommt das Projekt in den teilnehmenden Gemeinden so gut an. „So was haben wir schon lange mal gebraucht“, sagte ein Gemeindeglied zu Zeipelt. Und einem Besucherteam sagte ein Besuchter: „Schön, dass man mal gefragt wird.“

Und es geht nicht allein um die Befragung der Gemeindefernen, sondern auch um den Umgang mit den Besuchsteams. Die Ehrenamtlichen sollen gestärkt und ermutigt werden. „Wir ermutigen die Teams sich regelmäßig zu treffen“, weiß Zeipelt wie wichtig ein Erfahrungsaustausch ist.

Solche Treffen stärken den Gemeinschaftsaspekt: Man ist unterwegs in der Gemeinschaft Gottes und der Kirche. Und so kommen die Gemeinden in Bewegung.

45 Gemeinden machen mit, wobei fusionierte Gemeinden als eine zählen, aber oft aus mehreren bestehen. Absoluter Spitzenreiter in der Beteiligung ist der Kirchenkreis Minden, der mit fünf Gemeinden an den Start geht, gefolgt von den Kirchenkreisen Hattingen-Witten und Recklinghausen, in denen sich jeweils vier Gemeinden gemeldet haben. Aber auch andere Kirchenkreise im Ruhrgebiet und Ostwestfalen sind bei diesem Projekt gut vertreten.

15 von den insgesamt 45 Gemeinden haben bereits mit den Besuchen begonnen - die meisten aber werden erst im kommenden Januar anfangen. Bis dahin werden die Teams zusammengestellt und auf ihre Aufgabe vorbereitet. Denn auch Besuchen will gelernt sein.

www.kirche-fragt-nach.de

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Seite geändert am 23.12.08, 15:34

 

 Zitat zum Reformprozess:
Christen gestalten Kirche in Gegenwart und Zukunft mit. Dazu benötigen wir große professionelle Kompetenz haupt- und ehrenamtlicher Mitarbeiter. Eine Neuorientierung allein um den Pfarrberuf herum zu denken, bedeutet für mich "alten Wein in neue Schläuche" zu füllen.“
Martin Uffmann
PG II