Evangelische Kirche von Westfalen: Reformprozess Kirche mit Zukunft
Hauptmenü:
Suchbegriff eingeben: Suchen
 Erfahren Sie mehr über den Reformprozess innerhalb der Evangelischen Kirche von Westfalen.
Logo Kirche im Aufbruch
 Reformprozess der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)
Evangelische Kirche von Westfalen

Der Reformprozess endet


„Der Reformprozess endet – die Reformation geht weiter“, mit diesen Worten beendete Oberkirchenrätin Doris Damke ihren mündlichen Abschlussbericht zum Reformprozess „Kirche mit Zukunft. Am Schluss ihrer Rede übergab sie den Staffelstab, den sie vor drei Jahren vom ehemaligen Vorsitzenden des Prozess-Lenkungsausschusses Peter Burkowski übernommen hatte, an den Präses.

In ihrer Rede betonte die Vorsitzende des Reformbeirats: „Wir können und wollen nicht hinter die Ergebnisse der letzten acht Jahre zurück. Nicht hinter die oft schwer und mit Trauer errungene Einsicht, dass wir in Bewegung bleiben müssen; nicht hinter die manchmal schmerzhafte Erfahrung, dass wir Altes loslassen müssen, um Neues zu ergreifen; nicht hinter die Offenheit, mit der viele Gespräche geführt wurden und die uns gelehrt hat, unsere Verschiedenheit zu achten und zu schätzen; und nicht hinter die zahlreichen Anfänge und Aufbrüche, die guten Ideen und Projekte, die neuen Haltungen und gewonnenen Fähigkeiten.”

Doris Damke zog eine Bilanz der vergangenen drei Jahre und stellt das Fazit unter die Überschrift Tun und Lassen. Denn einiges hat der Reformbeirat getan, also bearbeitet, anderes aber auch gelassen, weil es ihm nicht sinnvoll oder nötig schien.


Bearbeitet wurde das große Thema der Gemeinde- und Kirchenkreiskonzeptionen. Als Containerschiff habe der Reformbeirat den landessynodalen Impuls zur Entwicklung dieser Konzeptionen betrachtet, so Doris Damke. Etliche andere Ergebnisse des Reformprozesses könnten dort mitfahren, wie das Kirchenbild, die Überlegungen zur Mitgliederorientierung, die Grundsätze für Führung und Leitung oder die Förderung und Entwicklung des Ehrenamtes in den Gemeinden.

Doris Damke berichtete von der Umfrage zum Thema Konzeptionen und wagte aufgrund der ermittelten Daten einen Blick in der Zukunft: „Wenn man die Zahlen hochrechnet, werden in zwei Jahren weit über 80 Prozent aller Gemeinden eine Konzeption erstellt haben. Das finde ich ist ein Erfolg.“ Die Gemeinden verstünden die Konzeption nicht mehr als lästige Hausaufgabe, sondern als Chance, sich nicht mehr nur vom Rotstift treiben zu lassen, sondern das Heft des Handelns an inhaltlichen Leitlinien orientiert anzupacken.

Damke erinnerte im Verlauf ihrer Rede an den Hammer Reformtag 2007, an dem es gelungen sei, die Ergebnisse und Fragen des westfälischen Reformprozesses „Kirche mit Zukunft“ mit den Impulsen von „Kirche der Freiheit“ der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zu verschränken. Die Ergebnisse von Hamm seien teilweise mit Hilfe der Gemeindekonzeptionen zu verfolgen, andere seinen Aufgaben der Kirchenkreise und müssten sich in deren Konzeptionen niederschlagen. Wieder andere Fragen gehörten auf die Ebene der Ämter und Werke und auch die Kirchenleitung habe zu den Fragen aus Hamm Beschlüsse gefasst, Empfehlungen gegeben und weiterführende Aufträge erteilt.

Unter dem Stichwort „Lassen“ nannte die Vorsitzende des Reformbeirates neben anderen die regelmäßigen Planungsgespräche, die nicht kirchenrechtlich verankert wurden. „Wir hielten es in diesem Fall für überflüssig und sahen den Aufwand als nicht gerechtfertigt an. Vieles von den Methoden und Zielen der Planungsgespräche ist in einer – gut erarbeiteten – Gemeindekonzeption verwirklicht.

Präses Alfred Buß dankte allen Beteiligten, die sich seit 1997 für den Reformprozess engagiert haben und forderte die Synodalen auf, den Abschlussbericht nicht nur abzuheften, sondern in die Gemeinden und Kirchenkreise zu tragen und zu schauen, was jetzt zu tun sei.

Pressemitteilung

Mündlicher Abschlussbericht

Schriftlicher Abschlussbericht

Seitenanfang - Druckansicht
Copyright:
© 2003-2008 Evangelische Kirche von Westfalen - Impressum
Seite geändert am 23.12.08, 15:34

 

 Zitat zum Reformprozess:
Wir begleiten die Menschen.
Weil Gott uns Menschen liebt und für uns sorgt, bieten wir als seine Kirche Lebensbegleitung an. Mit Seelsorge und Beratung sind wir den Menschen nahe und stellen uns an ihre Seite. Wir sprechen mit ihnen über Gott und die Welt, bieten Gelegenheit zum Innehalten und Aufatmen und begleiten sie in ihren Freuden und Sorgen in unseren Gebeten.