Evangelische Kirche von Westfalen: Reformprozess Kirche mit Zukunft
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 Reformprozess der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)
Evangelische Kirche von Westfalen

Synode stimmt Vorlagen zu

Mit der Abstimmung über fünf Reform-Vorlagen beendete die Landessynode 2005 die erste Halbzeit ihres Reformprozesses „Kirche mit Zukunft“. Jede wurde angenommen, zwei einstimmig. Wobei in der abschließenden Beratung am Donnerstag (3.11.2005) nicht mit kritischen Anmerkungen und engagierten Diskussionen gespart wurde.

Besonders viele Synodale meldeten sich zu dem Positionspapier „In der Kirche unter den gegenwärtigen Bedingungen miteinander arbeiten“. An den zahlreichen Wortbeiträgen war deutlich zu erkennen, was der Vorsitzende des Prozess-Lenkungsausschusses Peter Burkowski bereits in seinem mündlichen Bericht ausgesprochen hatte: Das Positionspapier ist ein erster Schritt zu diesem Thema, aber es muss dringend daran weitergearbeitet werden.

Arbeitsgruppe "Zukunft des Pfarrberufes"

Besonders viel Diskussionsbedarf gab es zum Pfarrbild. Aus diesem Grund soll nach Willen der Synode die Kirchenleitung eine Arbeitsgruppe „Pfarrberuf mit Zukunft“ einsetzen. Diese wird sich mit der Weiterentwicklung des Pfarrbildes auf dem Hintergrund des Positionspapiers und den Ergebnissen des Reformprozesses beschäftigen und soll 2007 konkrete Ergebnisse vorlegen.

Auch einige weitere Aufgaben bekam die Kirchenleitung rund um dieses Positionspapier mit auf den Weg: So soll sie beispielsweise ein konkretes Instrumentarium zur Personalplanung und -entwicklung auf der Mittelebene entwickeln. Sie soll eine Agentur für Personalberatung einrichten, die Theologiestudierenden intensiver begleiten und einen Gesetzentwurf bezüglich „Rat zum Stellenwechsel“ vorlegen. Die Synode beschloss u.a. außerdem, das strikte Festhalten am so genannten Pfarrhausprinzip aufzugeben. Wenn geeignete kirchliche Räume für seelsorgerliche Gespräche vorhanden sind, kann das Pfarrhaus aufgegeben werden. Die Residenzpflicht bleibt davon unberührt.

Konzeptionen sind erwünscht

Die Synode beschloss weiter die „Kriterien zur Erstellung von Gemeinde- und Kirchenkreiskonzeptionen und deren Umsetzung“. Diesen Kriterien sind noch ein Leitfaden und ein derzeit entstehendes Materialpaket zugeordnet. Diese drei sollen Gemeinden für die Konzeptionserstellung zur Verfügung gestellt werden. Die Landessynode wünscht einstimmig: Jede Gemeinde und jeder Kirchenkreis in der EKvW soll eine solche Konzeption erarbeiten und umsetzen.

Planungsgespräche und einheitliche EDV

Ebenfalls einstimmig beauftragte die Synode die Kirchenleitung, eine kirchenrechtliche Regelung zu schaffen, die die Einführung von Planungsgesprächen auf allen kirchlichen Ebenen vorsieht. Damit folgte das Gremium der Vorlage „Einführung von Planungsgesprächen“ der Projektgruppe IV.

Außerdem beauftragte die Synode die Kirchenleitung bis spätestens 2007 ein Kirchengesetz vorzulegen, das eine schnelle Vereinheitlichung der EDV-Verfahren auf allen kirchlichen Ebenen zu Ziel hat.

Ergebnissicherung

Schließlich beschloss die Synode noch mit großer Einmütigkeit, dass die Ergebnisse des Reformprozesses in allen Bereichen und auf allen Ebenen verbindlich in die Beratungen und Entscheidungen aufgenommen werden sollen.

Die Beschlüsse im genauen Wortlaut zum Herunterladen (pdf):

Positionspapier „In der Kirche unter den gegenwärtigen Bedingungen miteinander arbeiten“

„Kriterien zu Erstellung von Gemeindekonzeptionen und ihre Umsetzung / Kriterien zu Erstellung von Konzeptionen für Kirchenkreise und ihre Umsetzung“

„Einführung von Planungsgesprächen“

„Einheitliche EDV in der EKvW“

Reformprozess „Kirche mit Zukunft“ - Ergebnissicherung

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Seite geändert am 23.12.08, 15:34

 

 Zitat zum Reformprozess:
Es geht mir nicht um die Kirche. Es geht mir um uns Menschen und um unsere Welt. Denn wir brauchen die mutigen Bilder und Visionen der Bibel, die Kraft der Lieder und Melodien, die heitere Gelassenheit, die aus dem Glauben erwachsen kann. Deshalb liegt sie mir am Herzen, die Zukunft unserer Kirche.“
Antje Rösener
PG II