Alleskönner sollen sie sein, akademisch gebildet und doch volksnah, moralisches Vorbild und doch Menschen wie du und ich, einfühlsame Begleiter in allen Lebenslagen und zugleich in professioneller Distanz: Die Rede ist von den Pfarrern. 1500 Frauen und Männer üben in der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) diesen Beruf aus, hinzu kommen 500 weitere im "Entsendungsdienst", die noch keine reguläre Pfarrstelle innehaben. Im Reformprozess "Kirche mit Zukunft", in dem sich die Landeskirche seit gut fünf Jahren befindet, ist die Reform des Pfarrbildes ein so gewichtiges Thema, dass sich eine von vier Projektgruppen damit befasst. Das bisherige Ergebnis dieser Arbeit wurde am Freitag (7.5.) in Dortmund präsentiert und beraten.
Im Jargon des Reformprozesses heißt eine solche Zusammenkunft "Landeplatz": Mitglieder der Kirchenleitung diskutieren gemeinsam mit den Haupt- und Ehrenamtlichen, die sich in der Reformarbeit engagieren. Sinn der Übung: Die - manchmal recht theoretischen - Überlegungen und Entwürfe sollen "geerdet", also auf ihre Tauglichkeit in der Realität abgeklopft werden.