Evangelische Kirche von Westfalen: Reformprozess Kirche mit Zukunft
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 Reformprozess der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)
Evangelische Kirche von Westfalen

Papier diskutiert

Zu den vielen guten Ideen sind noch mehr dazugekommen. 55 Aktive des Reformprozesses trafen sich am 29. April 2005 zu einem Arbeitstreffen – einem so genannten Landeplatz. Dort nahmen sie das Papier „In der Kirche unter den gegenwärtigen Bedingungen miteinander arbeiten“ genau unter die Lupe, formulierten Verbesserungsvorschläge und gaben Anregungen zur Weiterarbeit am Thema.

Das besprochene Papier war zuvor von den Projektgruppen II (Förderung von Ehrenamtlichen und Hauptberuflichen) und III (Pfarrbild) erarbeitet worden. Ein Synodenauftrag vom vergangenen Jahr. Denn die veränderte demografische und finanzielle Entwicklung hatte im November 2004 zu einer Änderung der Arbeitsaufträge an die beiden Projektgruppen geführt. Nicht zwei verschiedene Papiere zu Mitarbeitenden und Pfarrern, sondern ein gemeinsames soll erstellt und auf der Synode 2005 vorgelegt werden. Der Landeplatz war also ein wichtiger Schritt zur Erarbeitung einer beschlussfähigen Synodenvorlage.

In seiner Einführung beschrieb Detlef Mucks-Büker, Vorsitzender der Projektgruppe II, den Tenor des Papiers so: „Menschen, die in der Kirche mitarbeiten sind als Reichtum anzusehen. Und die Grundbotschaft dieses Papiers ist, dass der Reichtum erhalten werden muss, wo immer es möglich ist.“ Das Papier ist dreigeteilt. Teil eins enthält die theologischen Grundlagen, Teil zwei eine Situationsbeschreibung und Teil drei greift Anliegen und Zielsetzung des Reformprozesses auf. Mucks-Büker betonte: „Das Papier enthält keine Patentlösungen.“

Beim Landeplatz diskutierte man nun die Vorschläge der beiden Projektgruppen sehr intensiv. In Arbeitsgruppen und im Plenum. Schon ein Stimmungsbild unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu Beginn des Treffens zeigte: Im Papier sind viele gute Ideen und Vorschläge vorhanden.

Im Detail gab es Verbesserungsvorschläge. Manchen war das Papier zu negativ formuliert, andere mahnten präzisere Formulierungen an.
Nach dem Landeplatz Ende April geht es nun zügig weiter: Die Projektgruppen müssen das Papier – das u.a. auch mit einer Präambel ausgestattet werden soll – bis Anfang Mai überarbeiten. Dann nämlich tagt der Prozess-Lenkungsausschuss.

Anschließend wird das Positionspapier in der Kirchleitung beraten, damit es dann im November 2005 der Synode vorgelegt werden kann.

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Seite geändert am 23.12.08, 15:34

 

 Zitat zum Reformprozess:
Es geht mir nicht um die Kirche. Es geht mir um uns Menschen und um unsere Welt. Denn wir brauchen die mutigen Bilder und Visionen der Bibel, die Kraft der Lieder und Melodien, die heitere Gelassenheit, die aus dem Glauben erwachsen kann. Deshalb liegt sie mir am Herzen, die Zukunft unserer Kirche.“
Antje Rösener
PG II