Bevor die ersten Besucher gegen 9 Uhr das Gemeindhaus stürmen gönnen sich die Ehrenamtlichen selbst ein kurzes Frühstück gemeinsam an einem Tisch. Schließlich sind die meisten von ihnen schon seit 7 Uhr vor Ort. Seit 1997 gibt es das Marktcafé. Die Idee war einen Treffpunkt an Markttagen zu schaffen, denn Kirche und Gemeindehaus liegen nahe dem Marktplatz. Das Café fing ganz klein an. Mit bis zu 40 Gästen. Inzwischen sind es oft 100 Besucher pro Mittwoch.
Zunächst kamen hauptsächlich Ältere, doch jetzt ist das Publikum gut gemischt. Opas kommen mit Enkeln, Mütter mit ihren Kindern, Familien treffen sich zum gemütlichen Plausch, ein paar städtische Arbeiter schauen zur Frühstückspause rein und auch die ein oder andere Gruppe verabredet sich zum Kaffee. „Es kommen auch viele Alleinstehende“, erzählt Astrid Nagelfeld. Viele von ihnen haben ihren festen Platz, treffen bekannte Menschen und genießen das Gespräch.
Zeit zum Gespräch haben die Ehrenamtlichen - sechs Frauen und ein Mann - nach Öffnung des Cafés nicht mehr. Denn schnell bildet sich eine Schlange an dem reichhaltig gedeckten Tisch. Körnerbrötchen, Marmelade, Quark, Käse, Wurst, Eier und vieles mehr können die Cafébesucher für kleines Geld erwerben. Vieles wird frisch zubereitet, wie die Waffeln oder das Rührei. Jeder Kunde kann seine Wünsche äußern und die Vorlieben ihrer Stammkunden kennt die Café-Mannschaft genau.