Evangelische Kirche von Westfalen: Reformprozess Kirche mit Zukunft
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 Reformprozess der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)
Evangelische Kirche von Westfalen

Fit für die Gespräche

Die „Multiplikatoren“ sind jetzt fit. Nach Rollenspielen und theoretischer Aufarbeitung können sie ihr Wissen rund um die regelmäßigen Mitarbeitendengespräche weitergeben.

Insgesamt zehn Frauen und Männer – Pfarrer und Kindergartenverantwortliche - nahmen in der vorletzten Aprilwoche an einer Schulung rund um dieses Führungsinstrument teil. „Leider hat uns die Zahl der Teilnehmer etwas enttäuscht. Wir hatten mit mehr Anmeldungen gerechnet“, sagt Gerd Kerl, Leiter des Instituts für Aus-, Fort und Weiterbildung, das die Schulung anbot. Kerl führt dies aber nicht auf mangelndes Interesse, sondern auf organisatorische Probleme zurück.

Westfälischer Weg

„Das Instrument der regelmäßigen Mitarbeitendengespräche ist eine Idee der Superintendenten gewesen. Sie sind damals auf unser Institut zugekommen und haben uns gebeten, sie für diese Gespräche zu schulen“, erinnert sich Gerd Kerl. Erst später sei das Führungsinstrument vom Reformprozess aufgenommen worden. Auf diesen „westfälischen Weg“ ist Gerd Kerl sogar ein wenig stolz – andere Landeskirchen haben ähnliche Instrumente mit Hilfe von Unternehmensberatungen eingeführt.

Um nun die Mitarbeiter in den Kirchenkreisen in Sachen Mitarbeitendengespräche fit zu machen, will das Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung zunächst Multiplikatoren aus den Pfarrkonventen schulen. „Wir können nicht alle Menschen, die Leitungsaufgaben in den Gemeinden haben unterrichten, deswegen werden die Multiplikatoren geschult. Und die geben das Gelernte dann weiter“, erklärt Kerl.

Positives Feedback

Diejenigen, die an der Infoveranstaltung teilgenommen haben, waren begeistert. Gerd Kerl: „Wir haben durchweg ein positives Feedback bekommen.“

Drei Hauptfragen, so Kerl, seien:

1. Was ist der Unterschied zu Supervision, kollegialer Beratung oder Coaching?

Gerd Kerl: „Der einzige Unterschied ist, dass dieses Gespräch in der Hierarchie stattfindet. Es ist ein Gespräch zwischen Mitarbeiter und Vorgesetztem."

2. Was ist, wenn ein Vorgesetzter so viele Mitarbeiter hat, dass er oder sie die Gespräche gar nicht schaffen können?

Gerd Kerl: „Dann bedarf es eines guten Delegationsverfahrens oder man muss den Turnus der Gespräche verlängern.“

3. Was ist mit den Ehrenamtlichen?

Gerd Kerl: „Das muss noch geklärt werden. Der Bedarf ist auch bei den Ehrenamtlichen da.“ In diesem Zusammenhang verweist der Institutsleiter auf den die Gemeindekonzeptionen, die derzeit in der Projektgruppe I erarbeitet werden.

Besondere Herausforderung

Als besondere Herausforderung stellte sich beim Kursus in Villigst die Zielvereinbarung zum Schluss des Gespräches heraus. „Hier besteht noch Fortbildungsbedarf, damit es eine echte Zielvereinbarung wird und nicht nur eine gute Absichtserklärung“, ist sich Gerd Kerl sicher. Eine weitere Herausforderung sind die Fragen rund um die Gleichberechtigung von Männern und Frauen – die Geschlechter verhalten sich eben doch ganz unterschiedlich in solchen Gesprächen.

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Seite geändert am 23.12.08, 15:34

 

 Zitat zum Reformprozess:
Gottes Wort hat Zukunft. Die EKvW muss sich ständig verändern, um auch in einer sich wandelnden Welt das Evangelium Generationen übergreifend weiter geben zu können.“
Dr. Hans-Tjabert Conring
Landeskirchenrat, PG IV