Evangelische Kirche von Westfalen: Reformprozess Kirche mit Zukunft
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 Reformprozess der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)
Evangelische Kirche von Westfalen

Hirte oder Manager?

Projektgruppe III – Reform des Pfarrbildes

„Wir brauchen ein flexibleres Konzept für den Pfarrdienst“, das ist eine Erkenntnis, die Mitglieder der Projektgruppe III, bei ihrer Arbeit bereits gewonnen haben.

Etwa 2100 Pfarrer und Pfarrerinnen der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW), davon ca. 550 im Entsendungsdienst, nehmen als Repräsentanten der Kirche eine Schlüsselrolle ein – immer mehr Erwartungen werden an sie herangetragen. Stimmt das Bild vom Hirten und seinen (Gemeinde-)Schäfchen noch? Oder braucht die Kirche der Zukunft einen Gemeindemanager?

Soll es in Zukunft Haupt- und Nebenpfarrer(-innen) in der Kirche geben? Wie viel ist eigentlich welche pfarramtliche Tätigkeit wert? Wie lautet das Verständnis des Pfarrberufes in der Landeskirche?

Diesen und ähnlichen Fragen gehen die Mitglieder der Projektgruppe III nach. Ihnen geht es darum die Qualität der pfarramtlichen Tätigkeit so zu verbessern, dass eine Qualitätssteigerung von Menschen innerhalb und außerhalb der Kirche wahrgenommen werden kann. Zugleich geht es um die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Pfarrer und Pfarrerinnen in der Kirche.

Und so diskutiert die Gruppe an verschiedenen Themenschwerpunkten, die sich wie folgt überschreiben lassen: „Den Alltag von Pfarrern und Pfarrerinnen verbessern“; „Professionalität fördern und Qualitätsstandards entwickeln“; „Pfarrerschaft gewinnen (Identifikation mit dem Berufsbild, Motivation und Orientierung stärken und verbessern)“; „Konzepte für Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie Personalentwicklung überprüfen“. Hierzu untersucht die Projektgruppe Modelle, die bereits angewandt werden – in einzelnen Kirchenkreisen oder in anderen Kirchen innerhalb Deutschlands und Europas.

Zwei Grundideen kristallisieren sich derzeit heraus:

  1. Der flexiblere Pfarrdienst. Die würde bedeuten, dass Pfarrerinnen und Pfarrer neben- und miteinander arbeiten können mit unterschiedlichen Dienstumfängen, Verantwortungsbereichen und Schwerpunktsetzungen.
  2. Bei dem Thema Personalplanung und -entwicklung muss danach gefragt werden, wie die Kirche an die Menschen mit den geforderten Qualifikationen kommt, bzw. wie die Menschen an die entsprechenden Qualifikationen kommen. Denn das Ziel lautet: Eine Qualitätssteigerung soll her.

Berichte über die Arbeit der Projektgruppe III (in zeitlich umgekehrter Reihenfolge)

Arbeitstreffen zu den Ergebnissen der PG III (7.5.2004)

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Seite geändert am 23.12.08, 15:34

 

 Zitat zum Reformprozess:
Diakonie und Kirche genießen ein großes Vertrauen in der Bevölkerung, aber sie bekommen auch Gegenwind zu spüren. Sie haben jedoch die große Chance, sich auf die verändernden Bedingungen einzustellen und diese als Herausforderung anzunehmen. Diakonie wie Kirche wollen der guten Botschaft Gottes Gestalt in unserer Welt geben.“
Dr. Udo Krolzik
Ev. Johanneswerk e.V.