Evangelische Kirche von Westfalen: Reformprozess Kirche mit Zukunft
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 Reformprozess der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)
Evangelische Kirche von Westfalen

Ihr seid das Licht der Welt

„Ihr seid das Licht der Welt“ – so steht es in der Bergpredigt und so ist es auf dem Förderpreis „Kreatives Ehrenamt in der Kirche“ zu lesen. Denn, das wurde am Tag der Verleihung deutlich, Ehrenamtliche sind ein Licht in der Welt. Ihr Engagement ist ein Signal und macht Kirche wahrnehmbar. Innerhalb und außerhalb von Gemeinden.

Der Förderpreis ist ein Produkt des Reformprozesses „Kirche mit Zukunft“ und orientiert sich an den Ziele: Glauben vermitteln, Menschen stärken, Menschen gewinnen und Verantwortung übernehmen. Bei diesem Preis geht es um Anerkennung, Würdigung und Förderung für die ehrenamtliche Arbeit. Prämiert werden innovative, anregende, selbst bestimmte und integrationsfördernde Projekte.

Am Samstag (21.10.) wurde nun in der Johanneskirche in Borken-Gemen erstmals der Förderpreis an drei Ehrenamtsprojekte verliehen: an Frühstücksbasar und Marktcafé der evangelischen Gemeinde Preußen, die Kindermusicalarbeit der evangelischen Gemeinde Eidinghausen und den Verein „Ein Dach über dem Kopf“.

Neben einer Urkunde und einem Scheck über 1000 Euro konnten die Preisträger auch eine runde Öllampe mit eben jenem Licht-Wort aus der Bergpredigt mit nach Hause nehmen. Einige der Preisträger hatten auch schon eine Idee, wo das Schmuckstück aufgehängt werden sollte.

Das Musicalprojekt hatte sogar schon konkrete Vorstellungen, wo die 1000 Euro investiert werden sollen: In eine eigene Anlage, denn geliehene Technik hat so ihre Tücken. Zur Preisverleihung mit Gottesdienst und anschließender Präsentation hatte das Musicalprojekt Kinder mitgebracht, die eine musikalische Kostprobe ihres Könnens abgaben. Das Publikum war begeistert – nicht zuletzt vom A-cappella-Gesang der Kinder.

Die Kindermusicalarbeit in Eidinghausen, Bad Oeynhausen, bringt über hundert Kinder zusammen. Es wird geprobt, gelacht und vor Publikum gesungen. Aufgeführt werden nur Musicals mit geistlichem bzw. biblischem Hintergrund, die nicht selten von 2500 Zuschauern gesehen werden. Ein 20-köpfiges Team sorgt für musikalische Leitung, Organisation, pädagogische Betreuung, Technik und Verpflegung.

Die Ehrenamtlichen des Frühstücksbasars in Lünen-Gahmen und des Marktcafés in Lünen-Süd haben in ihren Stadtteilen Orte der Begegnung geschaffen. Hier kommen Generationen und Nationen zusammen. In einer Kleiderkammer wird modische Kleidung für kleines Geld verkauft. Wie modisch, davon konnten sich der Präses und die anderen Gäste überzeugen, denn einige der angereisten Lüner präsentierten eine kleine Modenschau. Beide Gruppen sind sozial engagiert, haben Jobs geschaffen und spenden an soziale Projekte in der Region.

Der Verein „Ein Dach über dem Kopf“ entstand aus einem Sozialseminar in der Gemeinde Borken-Gemen. Als die Obdachlosen in Borken ihre Schlafstätte verloren und in den Nachbarort geschickt werden sollten, gründete man den Verein. Er finanziert sich ausschließlich aus Spenden und ist Mitglied im Diakonischen Werk  Inzwischen unterhält „Ein Dach über dem Kopf“  – allen Widerständen zum Trotz - ein Heim für wohnungslose Männer in Borken. Dort können diese „in behüteter Selbständigkeit“ leben und vielleicht auch wieder in ein „normales“ Leben zurückkehren.

Das Ehrenamt in der Kirche nimmt zu und ist bunt. „Was ist heute alles an neuen Anfängen und neuen Ideen zu beobachten, an neuem Engagement und Freude an der Mitarbeit, mit denen Menschen landauf landab für ihren Glauben Zeugnis ablegen“, sagte Superintendent Klaus Wortmann aus Dortmund in seiner Predigt. Wortmann, Mitglied der Jury des Förderpreises, beobachtet eine wachsende Zahl von Menschen, „die sich einbringen wollen mit ihren Gaben, die sich ausprobieren wollen mit Wünschen und Fähigkeiten, die sie vielleicht in ihrem Beruf oder ihrem privaten Umfeld nicht realisieren können.“ Präses Alfred Buß nannte die preisgekrönten Projekte „leuchtende Beispiele“ für ehrenamtliche Arbeit.

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Seite geändert am 23.12.08, 15:34

 

 Zitat zum Reformprozess:
Wir begleiten die Menschen.
Weil Gott uns Menschen liebt und für uns sorgt, bieten wir als seine Kirche Lebensbegleitung an. Mit Seelsorge und Beratung sind wir den Menschen nahe und stellen uns an ihre Seite. Wir sprechen mit ihnen über Gott und die Welt, bieten Gelegenheit zum Innehalten und Aufatmen und begleiten sie in ihren Freuden und Sorgen in unseren Gebeten.