Evangelische Kirche von Westfalen: Reformprozess Kirche mit Zukunft
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 Reformprozess der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)
Evangelische Kirche von Westfalen

Gesamtziele werden konkreter

Zu Beginn der Beratungen rund um den Reformprozess "Kirche mit Zukunft" am zweiten Sitzungstag der Landessynode stand ein Bericht des Vorsitzenden des Prozess-Lenkungsausschusses (PLA) Peter Burkowski. Thema: der Stand der Arbeit.
Zunächst erinnerte Burkowski an den Beginn des Reformprozesses und an die Erklärung der Landessynode 2001 zur Kirchenreform und benannte noch einmal die Schwerpunkte, die nach Auftrag der Synode 2001 bearbeitet werden sollten. Wichtig sei es, ständig die Ziele des Prozesses zu klären und zu präzisieren.

Ziele und Indikatoren

Die vier Gesamtziele (Menschen gewinnen, Mitgliedschaft stärken, Glauben vermitteln und Verantwortung übernehmen) hatte der PLA-Vorsitzende bereits im vergangenen Jahr der Synode vorgestellt. Diese habe man nun noch klarer beschrieben und jeweils mit Indikatoren versehen:
Das Ziel "Menschen gewinnen" heiße nun konkreter: Menschen unterschiedlicher Herkunft und Zugehörigkeit nehmen am Leben der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) teil. Indikatoren seien u.a. Taufbereitschaft und Kircheneintritte.
Das Ziel "Mitgliedschaft stärken" heiße nun konkreter: Die Mitglieder der  Evangelischen Kirche von Westfalen bejahen ihre Kirchenmitgliedschaft, halten sie aufrecht und vertiefen sie. Die Indikatoren seien u.a. Kirchenaustritte und die Beteiligung am kirchlichen Leben.
Das Ziel "Glauben vermitteln" heiße nun konkreter: Menschen unterschiedlicher Herkunft und Zugehörigkeit verstehen, worum es im christlichen Glauben geht, identifizieren sich mit ihm und geben ihm Gestalt. Indikatoren hier: Gottesdienstbesuch und religionspädagogisches Engagement.
Das Ziel "Verantwortung übernehmen" heiße nun konkreter: Menschen unterschiedlicher Herkunft und Zugehörigkeit engagieren sich aus Glauben für sich, für andere und für das allgemeine Wohl in Kirche und Gesellschaft. Indikatoren sind die Zahl der Ehrenamtlichen und die Qualität und Resonanz kirchlicher Stellungnahmen und Initiativen.

Arbeit der Prokjektgruppen

Im Folgenden berichtete Burkowski aus der Arbeit der vier Projektgruppen und des Prozess-Lenkungsausschusses: Insgesamt gab es seit 2001 41 Sitzungen der Projektgruppen (PG I: 16; PG II: 8; PG III: 8; PG IV: 9) und zwölf Sitzungen  des Prozess-Lenkungsausschusses.
"Mein besonderer Dank gilt in diesem Jahr der Projektgruppe I "Kirchenbild". Sie hat am intensivsten gearbeitet, um der Landessynode 2003 ein Positionspapier der Evangelischen Kirche von  Westfalen vorzulegen", so der PLA-Vorsitzende in seinem Bericht. Die Vorlage selbst wurde im Verlauf der Sitzung vom Vorsitzender der Projektgruppe I Hans Werner Schneider vorgestellt.
Aus der Projektgruppe II (Förderung von Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen) berichtete Burkowski über zwei Themen:  Zum einen, dass die Beschlüsse der Landessynode 1993/94 zur ehrenamtlichen Arbeit erschreckend wenig bekannt sind, und zum anderen über die Machbarkeit einer gesamtkirchlichen Personalentwicklung. Diese sei in der presbyterial-synodalen Grundstruktur der Kirche nicht machbar.
Die Arbeit der Projektgruppe III (Reform des Pfarrbildes) soll in den kommenden Landessynode ein Papier vorlegen und die Projektgruppe IV (Leitungshandeln auf allen Ebenen/ Strukturklarheit) stellte in Person ihres Vorsitzenden Rolf Krebs zwei Vorlagen im Anschluss an Burkowskis Bericht vor.
Positiv beurteilte der PLA-Vorsitzende die Arbeit in den Gestaltungsräumen. Dort würden viele Gespräche geführt. Burkowski: "Allerdings wurde auch geäußert, dass es sich hierbei um eine Fülle von internen Themen handelt, die, die nicht von öffentlichem Interesse sind. Daher erklärt sich vielleicht der Eindruck, der Reformprozess in den Gestaltungsräumen laufe nur langsam an."
Besondere Aufmerksamkeit  wolle man in der weiteren Arbeit dem demografischen Wandel widmen. Burkowskis berichtete außerdem über den Konsultationstag im September 2003.

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Seite geändert am 23.12.08, 15:34

 

 Zitat zum Reformprozess:
Gottes Wort hat Zukunft. Die EKvW muss sich ständig verändern, um auch in einer sich wandelnden Welt das Evangelium Generationen übergreifend weiter geben zu können.“
Dr. Hans-Tjabert Conring
Landeskirchenrat, PG IV