Evangelische Kirche von Westfalen: Reformprozess Kirche mit Zukunft
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 Reformprozess der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)
Evangelische Kirche von Westfalen

Die helfende Qualität betonen


Die Mitglieder des Reformbeirates gehen optimistisch an die Arbeit. Ihre erste Sitzung war sehr konstruktiv. Bis zur Landessynode 2008 wollen sie die Umsetzung der Arbeitsergebnisse des Reformprozesses voranbringen und unterstützen.

Elf Frauen und Männer gehören dem neuen Gremium an. Der Beirat wird die Kirchenleitung in Sachen Reformprozess beraten. Im Blick stehen auch die Gemeinden und Kirchenkreise. Ihnen soll das nützliche Material des Reformprozesses in geeigneter Form zur Verfügung gestellt werden.

Kein Wunder also, dass in der ersten Austauschrunde der konstituierenden Sitzung der Wunsch laut wurde, man solle das Material wie mit einem roten Faden verknüpfen. „Leider haben die Gemeinden oft das Gefühl, sie werden mit Material überschwemmt. Es wird unsere Aufgabe sein, die Einzelergebnisse zu Argumentationssträngen zusammenzufügen“, so Oberkirchenrätin Doris Damke, Vorsitzende des Reformbeirates.

Einen ersten Plan hat der Beirat schon entworfen: Die Kriterien zur Erstellung von Gemeinde- und Kirchenkreiskonzeptionen und der dazugehörige Leitfaden sollen nicht gesondert veröffentlicht werden. Vielmehr werden sie mit dem Kirchenbild der EKvW, der Arbeitshilfe Mitgliederorientierung, dem Abschlussbericht demografischer Wandel, den Grundsätzen für Leitung, Führung und Zusammenarbeit und dem Leitfaden „Regelmäßige Mitarbeitendengespräche“ verknüpft. „Wir wollen die helfende Qualität der bisherigen Erarbeitungen stärker herausstellen“, so Damke.

Wie von der Landessynode 2005 gewünscht, hat die Kirchenleitung auf Vorschlag des Beirates auch eine Arbeitsgruppe zur Zukunft des Pfarrberufes gebildet. Den Vorsitz übernimmt der Leiter des Instituts für Aus-, Fort- und Weiterbildung und Mitglied der Kirchenleitung Gerd Kerl.

In der ersten Sitzung des Reformbeirates wurde außerdem deutlich, dass die Beratung der Gemeinden in schwierigen Prozessen wichtig ist. Doris Damke: „Das Stichwort Beratung muss strukturell und personell diskutiert werden. Wir brauchen umfassende Begleitmaßnahmen für die Veränderungen in Gemeinden und Kirchenkreisen.“

Des Weiteren plant der Beirat „vertrauensbildende Maßnahmen“, die Landeskirche, Kirchenkreise und Kirchengemeinden stärker verbinden. „Wir müssen den Begriff der Solidargemeinschaft stärken“, ist Doris Damke überzeugt. „Wir sind solidarisch in allem, was wir erleben. Im Abbau und Aufbau.“ Es seien Gegenbewegungen zum Abbau nötig.

Lesen Sie außerdem zu diesem Thema:

Interview mit der Vorsitzenden des Reformbeirates Oberkirchenrätin Doris Damke zu Aufgaben und Zielen des Beirates.

Interview mit dem Vorsitzenden der Arbeitsgruppe Pfarrbild Gerd Kerl und deren Geschäftsführer Gerald Hagmann.

Interview mit dem stellvertretenden Vorsitzenden des Reformbeirates Uwe Wacker über die Arbeit in dem Gremium und den Zukunftskongress der EKD.

Interview mit Dipl.-Volksw. Barbara Wiegel über die Arbeit des Reformbeirates aus Sicht einer theologischen Laiin.

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Seite geändert am 23.12.08, 15:34

 

 Zitat zum Reformprozess:
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