Evangelische Kirche von Westfalen: Reformprozess Kirche mit Zukunft
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 Reformprozess der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)
Evangelische Kirche von Westfalen

"Wissen, wo das Herz schlägt"

Antje Röse und Claudia Enders (v.l.) vom Strukturbüro Iserlohn. (Foto: Weißenseel)

„Wir wollen wissen, wo das Herz der Gemeinde schlägt“, beschreibt Claudia Enders vom Strukturbüro des Kirchenkreises Iserlohn einen Teil ihrer Arbeit. Denn wenn sie und ihre Mitstreiterin Antje Röse wissen, wo das Herz schlägt, können sie auch gut und kompetent beraten. Zum Wohle der Gemeinden, die sich oft mit den Strukturveränderungen im kirchlichen Bereich schwer tun.

Seit rund drei Jahren gibt es im Kirchenkreis Iserlohn die Stabsstelle „Strukturbüro“. Geschaffen wurde das Büro im Rahmen des Reformprozesses „Kirche mit Zukunft“ und den damit verbundenen Strukturveränderungen. In Zeiten von Einsparungsdiskussionen, rückläufigen Gemeindegliederzahlen etc. schufen Superintendent Albert Henz und der damalige Kreissynodalvorstand diesen Dienstleister für die Gemeinden. „Wir halten Kontakt zu allen Ebenen des Kirchenkreises“, erzählt Claudia Enders. „Und wir sind vor Ort in den Gemeinden.“

Unterschiedliche Talente

Die zwei Frauen des Strukturbüros kennen sich gut im Kirchenkreis aus und bringen zusätzlich noch unterschiedliche Talente mit. Antje Röse ist Pfarrerin im Entsendungsdienst, Claudia Enders ist Diplom-Theologin und Arbeitswissenschaftlerin. „Das ergänzt sich sehr gut“, freut sich Enders über die Mischung, die eine kompetente Beratung der Gemeinden ermöglicht.

Trauerarbeit

Und diese Beratung geht weit über formale Tipps hinaus. „Der Wandel in Gemeinden ist oft mit Trauer und Ängsten verbunden. Die nehmen wir ernst und helfen auch bei dieser Trauerarbeit“, beschreibt Claudia Enders. Die Frauen nehmen sich Zeit. Schauen genau hin, was die besonderen Bedürfnisse jeder einzelnen Gemeinde sind. Und natürlich ist die Hilfe auch ganz praktisch. Die beiden Frauen vom Strukturbüro nehmen den Gemeinden Arbeit ab. So übernehmen sie beispielsweise bei einer Kooperationsvereinbarung die Klärung rechtlicher Fragen. „Wir gehen vorher in die Gemeinde und schauen, was wird gebraucht. Dann nehmen wir Kontakt zu den Juristen des Landeskirchenamtes auf und erstellen eine Mustervereinbarung, die wir dann anschließend wieder in die Gemeinde bringen und zur Diskussion stellen“, erzählt Claudia Enders.

So unterschiedlich die Bedürfnisse der Gemeinden sind, so unterschiedlich sehen auch die Beratungen aus. Einige Gemeinden werden über einen langen Zeitraum hinweg intensiv vom Strukturbüro betreut. Andere fragen immer mal wieder nach – wenn ein frischer Gedanke oder ein nützlicher Tipp gebraucht werden.

Erfolgsmodell

Das Strukturbüro ist ein Erfolgsmodell. „Die Gemeinden rufen von sich aus bei uns an“, freut sich Claudia Enders. Am Anfang seien Antje Röse und sie auf mehr Zurückhaltung seitens der Gemeinden gestoßen. „Unsere Rolle war nicht so klar. Die Gemeinden befürchteten, wir wollten ihnen etwas aufzwingen“, erinnert sich Enders. „Das ist inzwischen anders. Es herrscht ein großes Vertrauensverhältnis: Was vor Ort besprochen wird bleibt auch dort und wird nicht von uns weitererzählt.“

Kontakt:
Antje Röse, Tel. (02371) 795216
Strukturbuero@kirchenkreis-iserlohn.de

Das Profil des Strukturbüros können Sie auch in der Infobörse nachlesen

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Seite geändert am 23.12.08, 15:34

 

 Zitat zum Reformprozess:
Nur wer heute an Morgen denkt, ist Morgen nicht von Gestern. Eine lebendige Kirche ist eine lernfähige Kirche. Protestantische Kirche ist reformbereit: vertraut mit Gott und nahe bei den Menschen.“
Prof. Dr. Günter Ebbrecht
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