Evangelische Kirche von Westfalen: Reformprozess Kirche mit Zukunft
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 Reformprozess der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)
Evangelische Kirche von Westfalen

Klare Strukturen

Projektgruppe IV – Leitungshandeln auf allen Ebenen / Strukturklarheit

Im Sommer 1999 wurden alle Kirchenkreise der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) besucht. Es galt den aktuellen Reformbedarf festzustellen. Zwei Defizite traten dabei deutlich zu Tage: Schwächen beim Leitungshandeln und mangelnde Klarheit der Strukturen. Daraus entstand dann der Arbeitsauftrag an die Projektgruppe IV.

Die fragt sich seitdem beispielsweise: Wird in Presbyterien, Kreissynodalvorständen und landeskirchlichen Leitungsgremien wirklich geleitet oder bindet das Tagesgeschäft so viel Zeit und Kraft, dass  Ziel- und Perspektivplanungen, eine gute Personalplanung und eine Überprüfung der gesetzten bzw. erreichten Ziele kaum möglich sind?

Die Mitglieder der Gruppe erarbeiten Leitsätze zur Personalführung in der EKvW. Zu deren Umsetzung sollen u.a. für alle Mitarbeitenden regelmäßige Gespräche angeboten werden. Die Gruppe ist sich sicher: „Dies wird eine bessere Kommunikation über die Arbeitsziele und die notwendigen Rahmenbedingungen erlauben.“

Außerdem bearbeitet ein Teil der Mitglieder der Projektgruppe eine Reihe konkreter Vorschläge zur Modernisierung der presbyterial-synodalen Ordnung der Kirche: Dabei geht es um die Wahlperiode der Presbyter und Presbyterinnen, um die Frage des Vorsitzes im Presbyterium, um die Größe und Struktur der Kreissynoden, um die Struktur von Kirchenkreisen und um das Aufgabenprofil der kirchlichen Verwaltung. Die Aufgabe und Rolle der Gemeinsamen Dienste wird genauso in den Blick genommen wie die Strukturierung von Kirchengemeinden.

Die daraus entstehenden Anregungen werden der Landessynode bzw. dort wo die Kirchenordnung berührt wird, allen zuständigen Gremien zur Beratung vorgelegt.

Doch die Mitglieder der Projektgruppe wissen auch: „Eine Erneuerung der Strukturen in unserer Landeskirche kann nur die Randbedingungen für eine Vitalisierung der Kirche schaffen. Es bleibt die Aufgabe jeder Gemeinde und jedes Dienstes, diese modernen Strukturen auch für eigene Ideen belebend zu nutzen.“

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Seite geändert am 23.12.08, 15:34

 

 Zitat zum Reformprozess:
Diese Kirche muss sich verändern, wenn sie zukunftsfähig sein will. Dazu gehört auch, dass sich die Rahmenbedin- gungen für Pfarrerinnen und Pfarrer so ändern, dass sie bessere Arbeit leisten und sich wieder auf die Grundaufgaben des Amtes konzentrieren können.“
Fritz-Uwe Schulte
Projektbüro, Geschäftsführer PG III