Zufrieden zeigte sich Superintendent Peter Burkowski, Vorsitzender des Prozess-Lenkungsausschusses, über die Ergebnisse der vergangenen Reformprozess-Jahre. In seinem dritten Bericht über den Stand des Reformprozesses vor der Landessynode am Dienstag (16.11.2004) zählte er bereits Erreichtes auf und machte deutlich, was im verbleibenden Jahr alles noch erledigt werden müsse.
Großen Raum in seinem Bericht nahmen aber auch die aktuelle Finanzsituation und die daraus erwachsenden Konsequenzen ein. Burkowski sprach von einem "Dilemma", hervorgerufen durch die Aufträge der Landessynode 2001, die Ausarbeitungen zur Personalplanung und Personalentwicklung für Hauptberufliche und zum Pfarrbild in Auftrag gegeben habe. Die Entwicklung in den vergangenen drei Jahren mache es aber nun nötig, diese Aufträge zu bündeln und eine gemeinsame Ausarbeitung zum Thema "Menschen, die unter der gegenwärtigen Situation in der Kirche miteinander arbeiten" vorzulegen.
Die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) beschäftige mehr Pfarrerinnen und Pfarrer als Stellen vorhanden seinen. Mit ihrem beamtenähnlichen Status seien die Theologen unkündbar. Pfarrstellen seien bereits abgebaut worden und werden auch in Zukunft abgebaut. Aber nur, wenn eine Stelle durch Ruhestand oder Weggang frei werde. Angestellte hätten zu Recht den Eindruck, so Burkowski, dass sie von dem bezahlt werden sollen, "was übrig bleibt".
Nötig sei ein klarer Steuerungsrahmen für die gemeinsame Personalplanung für hauptamtliche Theologen und Nichttheologen. Nur gemeinsam könnten sie den Auftrag der Kirche erfüllen. Der Superintendent räumte ein, dass es in der jetzigen Situation keine gute Lösung geben werde. Aber: "Wir haben die Verantwortung, alles zu tun, um für eine Balance zwischen Angestellten und Pfarrern zu sorgen." Die Ausarbeitung "Unter den gegenwärtigen Bedingungen in der Kirche miteinander arbeiten" wolle man der Landessynode 2005 vorlegen.
Aus dem Plenum kamen keine Nachfragen zum Bericht. Er wurde an den Ausschuss überwiesen, der sich zu der Frage der Änderungen des Synodenauftrags Gedanken machen wird. Überlegungen zu Personal- und Finanzausschuss werden in Abstimmung mit dem Haushaltsausschuss angestellt.
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Dritter Bericht über den Stand des Reformprozesses „Kirche mit Zukunft“ als download (pdf-Datei)