Evangelische Kirche von Westfalen: Reformprozess Kirche mit Zukunft
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 Reformprozess der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)
Evangelische Kirche von Westfalen

Reformvorlage war der Hit

Matthias Dargel (l.) stellte auf dem Kirchentag in Hannover den westfälischen Reformprozess vor.

Als ein echter „Renner“ erwies sich die Reformvorlage „Kirche mit Zukunft“ beim 30. Evangelischen Kirchentag in Hannover. Auf dem Markt der Möglichkeiten wurde am Freitagmorgen im Rahmen des „Netzwerkes Gemeinde und funktionale Dienste“ der westfälische Reformprozess vorgestellt.

Ansprechpartner für interessierte Kirchentagsbesucherinnen und -besucher war Matthias Dargel, der für „Lischke Consulting“ den westfälischen Reformprozess seit Jahren begleitet. Der Vorsitzende des Prozesslenkungsausschusses Peter Burkowski konnte leider nicht kommen.

„Natürlich gibt es viele Sammler auf so einem Kirchentag, die unsere Broschüren einfach nur einstecken“, weiß Dargel, „aber es kamen auch viele interessierte Menschen, die sich nach dem Reformprozess erkundigt haben.“ Vor allem Westfalen und Rheinländer suchten das Gespräch. Dabei herrschten vor allem Interesse und konkrete Fragen vor. Von Frust über Einsparungen oder über den Prozess allgemein konnte Dargel nicht berichten.

Auch Menschen aus anderen Landeskirchen waren neugierig: „Wie macht ihr das denn in Westfalen mit Eurer Reform?“, wollten sie wissen. Und auch sie steckten die Reformvorlage ein – zum Nachlesen.

Arbeitshilfe erschienen

Mitgliederorientierung - der Begriff ist in der Kirche umstritten. Die einen befürchten Anpassung an den Zeitgeist. Die anderen begrüßen den Gedanken der Mitgliederorientierung als guten Weg, um mit den Menschen über ihre religiösen Wünsche und Sehnsüchte ins Gespräch zu kommen.

Die Landessynode 2004 beschloss eine von der Projektgruppe I (Kirchenbild) erstellte Ausarbeitung, die den Begriff der Mitgliederorientierung theologisch klärt, Grenzen und Chancen beleuchtet. Dieser Beschluss ist nun in gedruckter Form als Arbeitshilfe erhältlich. Er wurde bereits an die Kirchenkreise, Kirchengemeinden, Pfarrer, Ämter, Werke und Einrichtungen versandt.

Die Arbeitshilfe „Mitgliederorientierung als Leitbegriff kirchlichen Handelns“ gibt es hier als pdf-Datei zum Download.

Gestaltungsräume "für die Wand"

Sie ist gut besucht - die Karte der Gestaltungsräume unter www.reformprozess.de. Regelmäßig klicken sich die Nutzer der Seite bis zu ihr vor. Im November schauten beispielsweise 356 Nutzer vorbei.

Nun bekommt die Internetkarte eine große Schwester, die man auch an die Wand hängen kann: Nach 25 Jahren erscheint in den nächsten Tagen eine neue gedruckte Generalkarte der Evangelischen Kirche von Westfalen. Auf der Karte sind zusätzlich zu den Gestaltungsräumen und Kirchenkreisen auch alle westfälischen Gemeinden abgebildet.
Die Karte kostet 9,60 Euro im Format DIN A 1, im Format DIN A 0 19,60 Euro (jeweils zzgl. Porto und Verpackung). Einen Rabatt gibt es ab zehn Exemplaren je Format (7,90 bzw. 15,90 Euro).

Bestellt werden kann die große Schwester der Internet-Version bei: Öffentlichkeitsarbeit der EKvW im Evangelischen Medienhaus, Cansteinstraße 1, 33647 Bielefeld, Telefon 0521 / 9 44 00, E-Mail: oeffentlichkeitsarbeit@ekvw.de.

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Seite geändert am 23.12.08, 15:34

 

 Zitat zum Reformprozess:
Gottes Wort hat Zukunft. Die EKvW muss sich ständig verändern, um auch in einer sich wandelnden Welt das Evangelium Generationen übergreifend weiter geben zu können.“
Dr. Hans-Tjabert Conring
Landeskirchenrat, PG IV