Evangelische Kirche von Westfalen: Reformprozess Kirche mit Zukunft
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 Reformprozess der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)
Evangelische Kirche von Westfalen

Drei Vorlagen beschlossen

Der Vorsitzende des Prozess-Lenkungsausschusses Peter Burkowski eröffnete mit einer kurzen Rede die Plenumsdiskussion zu den Vorlagen.

Am Donnerstagabend brachte die Landessynode den Reformprozess „Kirche mit Zukunft" weiter auf den Weg. Drei Vorlagen beschlossen die Synodalen der Landessynode 2003.

Vorausgegangen waren eine mehrstündige, engagierte Diskussion aber auch eine gute Vorarbeit der Projektgruppen bzw. deren Untergruppen im Vorfeld der Synode sowie die gute Arbeit der Tagungsausschüsse der Landessynode.

Leben, Glaube und Handeln - Geschichte und Selbstverständnis

Zunächst hatten die Synodalen das zweiteilige Papier der Projektgruppe I „Kirchenbild" auf dem Tisch. Die beiden Teile sind mit A: „Unser Leben - Unser Glaube - Unser Handeln" sowie B: „Unsere Geschichte - Unser Selbstverständnis" überschrieben. Der Tagungsausschuss hatte sich die ursprüngliche Vorlage noch einmal genau vorgenommen und redaktionell überarbeitet. So hatte man beispielsweise die Teile A und B mit einer Überleitung verbunden.

Besonders am geschichtlichen Teil entbrannte am Donnerstag im Plenum eine lebhafte Diskussion über beispielsweise die Frage, wie detailreich ein solches Papier sein kann. Auf Wunsch der Synode fügte ein eilends einberufener „Ausschuss" einen weiteren Abschnitt unter Geschichte ein, der sich mit der Kirche in Westfalen vor der Reformation beschäftigt.

Die Synode beschloss schließlich bei einer Enthaltung die veränderte Vorlage. Das Papier heißt nun auch per Beschluss nicht mehr Positionspapier, sondern die Teile sind mit Evangelische Kirche von Westfalen Unser Leben - Unser Glaube - Unser Handeln und Evangelische Kirche von Westfalen Unsere Geschichte - Unser Selbstverständnis überschrieben.

Besonders der erste Teil soll nach dem Willen der Synode einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Grundsätze für Leitung, Führung und Zusammenarbeit

Nun wandten sich die Synodalen der ersten Vorlage der Projektgruppe IV „Leitungshandeln auf allen Ebenen/Strukturklarheit" zu. Die hatte der Tagungsausschuss in „Grundsätze für Leitung, Führung und Zusammenarbeit in der EkvW" umbenannt, also die „Standards" in der Ausgangsvorlage in „Grundsätze" umgeändert. Grund hierfür: Standards sind wissenschaftlich definiert und diese Kriterien werden durch das Papier nicht erfüllt. Das Papier wurde von vielen begrüßt, doch natürlich gab es auch hier eine Diskussion um Detailfragen. Danach beschloss die Landessynode die „Grundsätze" bei zwei Enthaltungen. Die Synode bittet Kirchenleitung sowie Gemeinden und Kirchenkreise diese Grundsätze einzuführen und umzusetzen.

Regelmäßige Mitarbeitendengespräche

Mit „einigen Enthaltungen und einigen Gegenstimmen", wie Präses Manfred Sorg sich ausdrückte, beschloss die Landessynode schließlich noch die „Regelmäßigen Mitarbeitendengespräche als Grundlage für Führung und Zusammenarbeit". Die werden, wie Gerd Kerl vom Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung im Plenum betonte, bereits in 17 Kirchenkreisen durchgeführt, zehn wollen damit anfangen und vier wollen sie nicht durchführen. Deshalb, so Kerl, sei es notwendig, dass die Synode diesen Prozess steuere und in gute und rechtlich gesicherte Bahnen lenke.

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Seite geändert am 23.12.08, 15:34

 

 Zitat zum Reformprozess:
Nur wer heute an Morgen denkt, ist Morgen nicht von Gestern. Eine lebendige Kirche ist eine lernfähige Kirche. Protestantische Kirche ist reformbereit: vertraut mit Gott und nahe bei den Menschen.“
Prof. Dr. Günter Ebbrecht
PG I