
![]()
![]()
http://www.reformprozess.de/446.0.html

Die Zahl der Wiedereintrittsstellen in Westfalen, Lippe und dem Rheinland steigt stetig. Und die Westfalen haben bei den Eintrittsstellen die Nase vorn: Derzeit gibt es 43 Wiedereintrittsstellen - 15 im Rheinland, 23 in Westfalen und 6 in Lippe. Zwölf weitere Eintrittstellen sind in Planung – fünf im Rheinland und sieben in Westfalen.
Allein im Jahr 2005 nahmen nach Angaben des Amtes für missionarische Dienste der EKvW zwei Stellen im Rheinland, zwei in Lippe und acht in Westfalen ihre Arbeit auf. Die besonderen Anlaufstellen für Eintrittswillige finden sich in zum großen Teil in Stadtkirchen, aber auch in Gemeindehäusern und Kreiskirchenämtern. Außerdem gibt es mobile Wiedereintrittsstellen.
Anfang März trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der Wiedereintrittsstellen der drei Landeskirchen zu einer Konferenz. Der Erfahrungsaustausch stand im Vordergrund der Begegnung, die nicht die letzte auf dieser Ebene gewesen sein soll.
Es wurden auch viele Praxisbeispiele erzählt: Wie das des älteren Ehepaares, das vor über 30 Jahren aus der Kirche austrat. Damals verschlang der Hausbau jeden Pfennig. Doch sie wollten zurück. „Wir möchten wieder zu Hause sein”, sagt die Frau. Und ihr Mann ergänzt: „Eigentlich sind wir doch nie richtig ausgetreten.” Mit dem Pfarrer ihrer Dorfgemeinde haben sie darüber nie gesprochen. Es wäre ihnen ein bisschen peinlich. Als sie hörten, dass es in Arnsberg eine Wiedereintrittsstelle gibt, half das ihrer Entscheidung. Pfarrerin Kathrin Koppe-Bäumer hat sie in die Kirche aufgenommen.
Die Wiedereintrittsstellen sollen den Menschen offen stehen, die ihre Entscheidung überdacht haben, aber den regulären Weg zum Gemeindepfarrer nicht gehen wollen. Dabei geht es nicht um einen unverbindlichen „Kircheneintritt light”, der mit einem Federstrich vollzogen wird. Die Wiedereintrittsstellen sind eben nur eine andere Möglichkeit zurück zu kehren. Und so steht das seelsorgerliche Gespräch auch in den Wiedereintrittstellen im Vordergrund. Ernsthaft und individuell.
Nach Angaben von Pfarrer Andreas Isenburg, der in der EKvW die Eintrittsstellen koordiniert und die Konferenz organisiert hat, werden die Stellen pro Jahr im Durchschnitt von jeweils etwa 75 Personen für den Wiedereintritt in die westfälische Kirche genutzt. Das ergibt für 2005 eine Summe von über 1700. Die Zahl der Eintritte insgesamt lag bei 6064 (im Jahr 2004).
![]()
© 2003-2008 Evangelische Kirche von Westfalen.
Alle Texte, falls nicht anders angegeben: Gesine Lübbers
Seite geändert am 23.12.08, 15:34