"Solch eine Umfrage sollte man ruhig öfter mal machen“, sagt Pfarrerin Sabine Dumpelnik von der Evangelischen Gemeinde Waltrop. Auch ihre Gemeinde beteiligte sich in den vergangenen Jahren am Projekt „Kirche fragt nach“ und die Pfarrerin zieht ein positives Fazit. „Schon der Anfang war erfreulich“, erinnert sie sich. Viele Menschen stellten sich als Interviewer zu Verfügung und zwar nicht nur Menschen aus der Gemeinde, sondern auch katholische Christen und Menschen, die nicht so viel mit der Kirche zu tun hatten. „Insgesamt 40 Interviewerinnen und Interviewer führten 205 Gespräche mit kirchenfernen Menschen in Waltrop.
Heraus kamen einige Wünsche der Befragten und vier konkrete Projekte, die die Gemeinde mit unterschiedlichem Erfolg umsetzte. So traf sich einige Zeit monatlich ein Männerstammtisch. Dieser Stammtisch wurde inzwischen aber wieder eingestellt, weil zu wenige Männer kamen. Die neu eingerichteten Jugendgottesdienste mussten aus organisatorischen Gründen zunächst auf Eis gelegt werden. „Doch die nehmen wir auf jeden Fall wieder auf“, verspricht Sabine Dumpelnik.
Projekt Nummer drei ist eine neue Homepage der Gemeinde. Sie wurde inzwischen eingerichtet, auf ihr fehlt aber noch manch ein Inhalt.
Ein wirklicher Renner unter den Projekten ist die Familienfreizeit. Bereits zweimal waren neun Familien unter Leitung von Pfarrerin Dumpelnik von Samstag- bis Sonntagmittag unterwegs. Die erste Fahrt im September 2006 führte die Gruppe nach Bielefeld, die zweite Fahrt im September 2007 ging in die Familienjugendherberge nach Kleve. Eine weitere Freizeit in diesem Jahr ist schon geplant. „Die soll auf Wunsch der Eltern wirklich ein ganzes Wochenende dauern“, erzählt Sabine Dumpelnik.
Denn den Eltern ist ein richtiger Sonntags-Gottesdienst während der Freizeit wichtig und dazu war in der Vergangenheit keine Zeit. 14 Zimmer hat die Pfarrerin für die 2008-Freizeit reserviert. „Die Nachfrage ist groß“, erzählt sie. Es nehmen zwar viele Familien teil, die schon Kontakte zu der Gemeinde haben, aber auch ein paar „Kirchenferne“ haben Interesse. „Und selbst, wenn die Familien sich in der Gemeinde engagieren, bietet diese Freizeit die Möglichkeit, sich besser kennen zu lernen“, so Sabine Dumpelnik und ergänzt: „Viele Leute haben eine Hemmschwelle gegenüber Pfarrern. In der Freizeit bieten sich viel Gelegenheiten für gute Gespräche - auch über Kirche und Glauben.“